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Pflegenotstand stoppen

  • 100 000 Pflegekräfte mehr in den Krankenhäusern
  • Solidarische Gesundheitsversicherung
  • Krankenhäuser bedarfsgerecht finanzieren
  • Ambulante Versorgung in Stadt und Land verbessern

Unsere Vision

Die schlechten Arbeitsbedingungen in den Krankenhäusern und Pflegeheimen sind schon lange bekannt: Kaum Zeit für Zuwendung, mangelnde Hygiene, “blutige Entlassungen” – mit Druck auf die Beschäftigten und Personalabbau wurde die Marktlogik ins Gesundheitswesen eingeführt und Konzerne versprechen sich hohe Gewinne. DIE LINKE ist die einzige Partei, die konsequent für eine gerechte Finanzierung des Gesundheitswesens kämpft und die Profitorientierung abschaffen will.

Systemwechsel in Gesundheit und Pflege

Schon lange vor der Corona-Pandemie war der Personalmangel im Gesundheitswesen allgegenwärtig: Im Krankenhaus und in der Altenpflege fehlen jeweils mindestens 100.000 Pflegekräfte! Die Pflegekräfte sind völlig überarbeitet, Hunderttausende haben aus Frust und Erschöpfung ihren Beruf verlassen. Die Bundesregierung hat keine Strategie vorgelegt, wie der Notstand in den Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen gestoppt werden kann. Im Gegenteil: Die Politik der letzten Bundesregierungen hat ermöglicht, dass private Konzerne und Investoren mit unseren Versicherungsbeiträgen und Zuzahlungen das große Geld machen können, statt mit diesen Geldern eine gute und wohnortnahe Versorgung zu gewährleisten. Selbst während der Pandemie wurden Krankenhäuser und Stationen geschlossen, weil sie nicht profitabel waren.

Damit muss Schluss sein! Wir alle sind potenzielle Patient*innen. Wir erwarten zu recht, dass wir in Pflegeheimen, Krankenhäusern und im ambulanten Bereich gut versorgt werden. DIE LINKE steht an der Seite der Beschäftigten, die schon seit Jahren für diese Ziele kämpfen. Applaus von Balkon reicht nicht, es braucht einen radikalen Richtungswechsel in der Gesundheits- und Pflegepolitik: Gesundheit vor Profit!


DIE LINKE fordert

  1. 1

    DIE LINKE fordert 100 000 Pflegekräfte in den Krankenhäusern und 100 000 Altenpflegekräfte mehr, dazu 500 Euro mehr Grundgehalt. Die vielen schon ausgebildeten Pflegekräfte sollen mit attraktiven Arbeitsbedingungen für den Beruf zurückgewonnen werden.

  2. 2

    Mehr Lohn in den Pflegeeinrichtungen! Wir brauchen endlich einen allgemeinverbindlichen Flächentarifvertrag für alle Beschäftigten in den Pflegeeinrichtungen, der auch für die kirchlichen Träger gilt. Der Pflegemindestlohn muss steigen.

  3. 3

    Profitverbot in der Pflege: Menschenwürdige Pflege kann und darf nicht auf Profit ausgerichtet sein. Pflegeeinrichtungen müssen gemeinnützig arbeiten. Der “Risikozuschlag”, die staatliche Garantie für Profit privater Träger, muss gestrichen werden.

  4. 4

    Wir brauchen einen gesetzlichen Personalschlüssel für alle Berufsgruppen im Gesundheitswesen, der sich am tatsächlichen Bedarf orientiert!

  5. 5

    Die Fallpauschalen (DRGs) abschaffen! Die Krankenhausfinanzierung muss sich endlich an den tatsächlichen Bedürfnissen der Patienten orientieren.

  6. 6

    Krankenhäuser in öffentliche Hand! Privatisierungsstopp und Rückführung von privatisierten Kliniken und Pflegeeinrichtungen in nicht profitorientierte Trägerschaft. Überschüsse müssen wieder ins Gesundheitswesen zurückfließen.

  7. 7

    Schluss mit dem Kliniksterben! Wir werden eine wohnortnahe Versorgung überall im Land sicherstellen


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