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Ines Schwerdtner

Der Dexit ist eine populistische Schnapsidee

Laut dem Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) würde ein Austritt Deutschlands aus der EU 2,2 Millionen Arbeitsplätze und 400-500 Milliarden Euro Wohlstandsverlust bedeuten. Dazu erklärt Ines Schwerdtner, Kandidatin der Partei Die Linke für das Europaparlament auf Platz 5:

 »Ein Austritt Deutschlands aus der EU, wie ihn Alice Weidel jetzt fordert, ist eine absolute Schnapsidee. Mit der Forderung nach einem Dexit verspricht die Partei mehr wirtschaftliche Kontrolle, in Wahrheit ist ihre Politik völlig unverantwortlich und hilft nur den Wirtschaftseliten, nicht aber den Menschen. Der Brexit zeigt doch deutlich, dass vor allem die arbeitende Bevölkerung unter der Teuerung und der fehlenden sozialen Kontrolle leidet. Wenn selbst das arbeitgebernahe Institut vor einem Dexit warnt, sollte klar sein, dass die AfD mit dem Vorschlag nur die Proteste gegen die Deportationspläne aus ihren eigenen Reihen überdecken wollen.

Die derzeitige Wirtschaftspolitik der EU ist kontraproduktiv und führt zu Frust und Enttäuschung, aber ein Zurück zu den Nationalstaaten ist dabei keine Lösung. Was wir statt dieser wirtschaftlichen Irrfahrt brauchen, sind europaweit massive Investitionen in zukunftsfähige Arbeitsplätze und Daseinsvorsorge«.

 


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