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In drei Phasen lässt sich der kostenfreie ÖPNV realistisch und gerecht finanziert flächendeckend verwirklichen:

Gesundheitsschutz geht vor: Los geht es mit Modellprojekten für kostenfreien ÖPNV in den 15 Städten, die von besonders hoher Feinstaub- und CO2-Belastung betroffen sind. Sie erhalten vom Bund 90 Prozent Förderung für die Einführung eines kostenfreien ÖPNV. Das Personenbeförderungsgesetz wird dahingehend angepasst, dass auf kommunaler Ebene mehr unkonventionelle Projekte ausprobiert werden könnten und Kriterien "guter Arbeit" und bessere Bezahlung aufgenommen werden. Die Modellprojekte werden wissenschaftlich begleitet. Im Folgejahr finden erste Evaluationen statt.

Investitionen von 8 Mrd. Euro jährlich in bundesweite Sofortmaßnahmen zum Ausbau und Verbesserung der Qualität der ökologischen Mobilitätsinfrastrukturvon Bus und Bahn: Erhöhung der Taktzahlen, mehr Personal, Weiterqualifizierungsmaßnahmen und bessere Bezahlung, Verknüpfung mit intelligenter Mobilität (car-sharing etc.).  Besondere Schwerpunkte sind dabei ländliche und strukturschwache Regionen sowie die Metropolregionen mit vielen PendlerInnen.

Bundes-Programm "Freie Fahrt für Kinder und Jugendliche in Bus und Bahn". Alle Personen bis 18 Jahren, Schülerinnen und Schüler, Azubis und Hartz IV-Empfänger fahren ab Beginn der ersten Phase kostenfrei. Die Kosten übernimmt der Bund vollständig.

In den nächsten drei Jahren können die Kommunen eine zusätzliche ÖPNV-Abgabe erheben, die nicht höher als 60 Euro/Jahr liegen darf. Die Differenz zu den wegfallenden Einnahmen wird vom Bund durch ein Förderprogramm von 8 Milliarden/Jahr getragen.

Das ist ohne weiteres sozial gerecht finanzierbar, wenn der politische Wille da ist.

Insgesamt belaufen sich die Kosten auf etwa 15 Milliarden Euro pro Jahr.

  • 10 Milliarden Euro pro Jahr für Ausbau der ökologischen Mobilitätsinfrastruktur 
  • 2 Milliarden Euro pro Jahr für Modellprojekte und kostenfreien Nahverkehr für Schülerinnen und Schüler, Azubis und Hartz IV-Empfänger
  • 7 Milliarden Euro pro Jahr für Ausbau der ökologischen Mobilitätsinfrastruktur und des ÖPNV-Angebots
  • 8 Milliarden Euro pro Jahr für Förderprogramm "kostenfreier ÖPNV in Kommunen"

Der Bund übernimmt die erforderlichen 12 Milliarden Euro pro Jahr) für flächendeckenden kostenfreien ÖPNV (Schätzung der Kosten durch Verband deutscher Verkehrsunternehmen VDV) und etwa 3 bis 6 Milliarden Euro pro Jahr für den weiteren Ausbau der ökologischen Mobilitätsinfrastruktur.