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Hannover

Verfehlte Bundespolitik verschärft soziale Spaltung

Laut dem jüngsten Bericht über Kinderarmut in Hannover steigt die Zahl betroffener Kinder seit dem Jahr 2010 wieder an. Mehr als ein Viertel aller Kinder sind hier auf staatliche Unterstützung angewiesen. Fast die Hälfte darunter haben alleinerziehende Eltern. Ein Drittel bekommt sogar staatliche Hilfe, obwohl die Eltern arbeiten. Gunda Pollok-Jabbi, jugendpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Rat, warnt deshalb vor einer zunehmenden sozialen Spaltung der Stadt.

"Es sollte ein Warnsignal für uns sein, dass gerade die Ärmsten der Armen noch ärmer werden. Damit verfestigt sich die soziale Ausgrenzung immer mehr. Insbesondere Alleinerziehende und ihre Kinder sind einem hohen Armutsrisiko ausgesetzt, da müssen wir gegensteuern."

Die Linksfraktion fordert deshalb, den Hannover Aktiv Pass auch an Geringverdiener bis zur Armutsschwelle von 980 Euro Einkommen im Monat auszugeben. Auch müsse es für Inhaber des Hannover Aktiv Passes endlich Sozialtarife für Strom und Gas und für die Kinder ein kostenloses Schulmittagessen geben.

„Kinderarmut ist immer auch Elternarmut“, betont Pollok-Jabbi. „Deshalb kann sich die Kommune vor Ort noch so sehr engagieren. Ohne eine gerechtere Bundespolitik mit höheren Sozialleistungen  und ohne ausreichende Lohnerhöhungen können wir hier vor Ort immer nur die schlimmsten Verwerfungen heilen.“

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