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Aachen

Preiswerter Wohnraum – LINKE. Aachen will mehr Tempo

Wohnen in Aachen muss bezahlbar bleiben. Um dieses Ziel zu erreichen, will DIE LINKE jetzt den Bau von preiswerten Wohnungen beschleunigen. Dazu sollen Investoren in die Pflicht genommen werden. Dass Wohnen in Aachen immer teurer wird, ist zwischen allen Ratsparteien unumstritten. Doch DIE LINKE vermissen Konsequenzen. „Zwischen 2008 und 2012 sind in Aachen mehr als 3.000 Wohnungen aus der Sozialbindung gefallen“, rechnet Oberbürgermeisterkandidat Leo Deumens vor, „bis 2017 sind es noch einmal mehr als 1.600. Das sind 30 Prozent des Bestandes vor 2008. Für diese Wohnungen können die Besitzer dann „marktübliche“ Mieten verlangen. „Der Markt ist sehr angespannt“, weiß Ellen Begolli, Vertreterin der Linksfraktion im Wohnungs- und Liegenschaftsausschuss. „Wo Mangel herrscht, schlagen viele Vermieter zu und erhöhen die Mieten, vor allem bei Neuvermietungen.“

Kürzlich von der Verwaltung vorgelegten Zahlen bestätigen den Verdacht der Linksfraktion, dass der Negativtrend in Aachen anhält. „Ganze 467 neue Mietwohnungen nach den Förderregeln des Sozialen Wohnungsbaus sind von 2008 bis 2013 neu entstanden“, so Ellen Begolli. „Selbst bei optimistischer Prognose für die weiteren Projekte kommen in den nächsten beiden Jahren 178 hinzu“. Die Zahlen wurden von allen Fraktionen zur Kenntnis genommen.

Die Fraktion DIE LINKE fordert jetzt per Ratsantrag, das Tempo der Neubauten deutlich zu erhöhen. Bei größeren Wohnungsbauvorhaben in Aachen soll in Zukunft ein Anteil von bis zu 50 Prozent öffentlich geförderter Wohnungsbau realisiert werden.

In Aachen, so Andreas Müller, planungspolitischer Sprecher der Linksfraktion, werde zwar viel gebaut. „Investoren errichten mit preiswerten Krediten aber vor allem teure Wohnungen, die sie lukrativ vermieten oder verkaufen. Bislang wird den Investoren maximal eine Quote von 20 Prozent sozialen Wohnungsbaus abverlangt.“ Das, so Müller, reiche bei weitem nicht, um die wegfallenden Wohnungen zu ersetzen, wie kürzlich von der Verwaltung auf Antrag der Linksfraktion vorgelegte Zahlen bewiesen. „Irgendwann“, fürchtet Müller, „ist der vorhandene Baugrund in Aachen aufgebraucht.“

Leo Deumens formuliert das Ziel der Partei DIE LINKE deutlich: „Es darf nicht hingenommen werden, das Menschen aus Mangel an preiswertem Wohnraum aus Aachen wegziehen müssen und nur noch Besserverdienende sich diese Stadt leisten können.“

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