Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz
Zum Hauptinhalt springen

Hessen - Kreistag Marburg-Biedenkopf

Postdienstleistungen in der Fläche erhalten

Die Pläne der Deutschen Post AG Filialen und Agenturen zu schließen, betreffen immer mehr Menschen auch im Landkreis Marburg-Biedenkopf. Daher begrüßt der Vorstand des Kreisverbandes DIE LINKE Marburg-Biedenkopf ausdrücklich die Initiative der Fraktion DIE LINKE im Kreistag, eine aktuelle Stunde zu diesem Thema in der nächsten Kreistagssitzung am 6. Februar durchzuführen. Die aktuellen Entwicklungen in Lohra und Bad Endbach zeigen, dass den Menschen eine Verschlechterung im Angebot an Postdienstleistungen zugemutet wird. Rendite vor Bedürfnisbefriedigung, so lautet das Motto der Deutschen Post AG.

Hajo Zeller, Vorsitzender DIE LINKE und Mitglied im Kreisausschuss, sagt: „Immer weniger Briefkästen, immer längere Wege zur nächsten Postfiliale und immer längere Warteschlangen vor den verbleibenden Schaltern - dies ist schon jetzt das Ergebnis der Privatisierungspolitik bei der Deutschen Post AG. Wenn nun auch noch die letzten 750 posteigenen Filialen verkauft bzw. in private Agenturen umgewandelt werden, ist es mit der flächendeckenden Versorgung der Menschen endgültig vorbei. Dabei handelt es sich bei der Annahme von Paketen oder dem Verkauf von Briefmarken um grundlegende Dienstleistungen der Daseinsvorsorge, die allen Menschen zur Verfügung stehen müssen. Und zwar auch dort, wo es sich für den Konzern nicht unmittelbar rechnet.“

Hajo Zeller fährt fort: „Die Entwicklungen in Bad Endbach und Lohra zeigen, dass die Post wenig Rücksicht auf die Bedürfnisse der Bevölkerung nimmt. Ich hoffe, dass in einer konzertierten Aktion von betroffenen BürgerInnen, betroffenen Gemeinden und den Kreisorganen eine Änderung der Geschäftspolitik der Deutschen Post AG zu erreichen ist. Hilfreich wäre dabei, wenn über die betroffenen Gemeinden hinaus, alle Gemeinden des Landkreises sich dieser Aktion anschließen würden. Öffentlicher Druck kann auch der Deutschen Post AG nicht völlig egal sein.“

Ulrike Grünheid, Kreistagsabgeordnete DIE LINKE ergänzt: „Es wäre schön, wenn über Fraktions - und Parteigrenzen hinweg die Menschen in ihrem Widerstand unterstützt werden könnten. Der Abbau der Postdienstleistungen ist leider nur ein Beispiel dafür, wie Rendite - und Gewinnerwartungen von Unternehmen die Lebensqualität von Menschen verschlechtern.“

Zurück zur Übersicht