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Mhallami Libanesen: Perspektiven bieten statt weiter stigmatisieren

Die Ratsfraktion DIE LINKE hält die Einführung eines Pilotprojekts gegen sogenannte Clankriminalität nach Duisburger Vorbild für zu kurz gesprungen. Sie befürchtet dadurch eine weitere Stigmatisierung einer bereits ausgegrenzten Gruppe, wenn nicht zusätzlich Präventionsmaßnahmen angeboten werden.

„Statt die Daumenschrauben weiter anzuziehen muss den Mhallami-Libanesen endlich eine Perspektive geboten werden. Dies wäre die beste Prävention gegen das Abdriften auf die schiefe Bahn“, so die Fraktionsvorsitzende Gabriele Giesecke. „Es kann nicht sein das Menschen, die seit Jahrzehnten hier leben und geboren sind, sich immer noch von Duldung zu Duldung hangeln müssen und dadurch kaum Chancen auf eine Ausbildung oder ein Studium haben. Diese Jahrzehnte lange Ausgrenzung ist das eigentliche Problem, weshalb für eine effektive Kriminalitätsprävention hier angesetzt werden muss.“

Nach Ansicht der Ratsfraktion DIE LINKE muss kriminelles Verhalten natürlich bestraft werden. Dies rechtfertigt allerdings noch lange nicht, dass ganze Bevölkerungsgruppen oder ganze Großfamilien mit hunderten von Mitgliedern unter Generalverdacht gestellt werden und damit weiteren Stigmatisierungen ausgesetzt werden.

„Eine einseitig auf Repression ausgerichtete Politik bekämpft nur die Symptome, aber nicht die Ursachen, die in diesem Fall in einer verfehlten Integrationspolitik liegen. Eine dauerhafte Aufenthaltsperspektive wäre hier ein erster wichtiger Schritt“, so Gabriele Giesecke abschließend. 

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