Frankfurt am Main

LINKE in Frankfurt begrüßen Reaktion zu Open Data

Seit Jahren werden Wünsche von Software-Entwicklern, die Fahrplandaten in Frankfurt als Open Data der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen, abgelehnt. Es folgt meistens ein Zuständigkeitsgeschacher von VGF zu traffiQ, von traffiQ zu RMV und zurück. Nach Anträgen der SPD-Fraktion, ergänzt von der Fraktion DIE LINKE. im Römer, ist die Koalition nun aufgewacht. „Wir freuen uns, dass unsere Argumente die Koalition so sehr überzeugt haben, dass sie sie gleich als eigene Pressemitteilung nutzen“, schmunzelt Martin Kliehm, Verwaltungspolitischer Sprecher der Linksfraktion. Und fügt hinzu: „Hat ja lange genug gedauert“. Nun gelte es, mit parlamentarischen Beschlüssen statt mit Sonntagsreden Druck auf die Verkehrsbetriebe aufzubauen.

 

In anderen Städten werden maschinenlesbare Daten schon lange genutzt, um der Bevölkerung Verbindungen mit dem Nahverkehr auf dem Smartphone anzeigen zu können. Nur in Frankfurt geht das nicht.

 

In Wien gibt es seit Jahren eine kostenlose App, die anzeigt, welche Aufzüge und Rolltreppen gerade kaputt sind. „Für Menschen mit Behinderungen sind diese Anwendungen extrem nützlich. Was nützt es, wenn man mit dem Rollstuhl vor dem defekten Fahrstuhl festsitzt?“, fragt Kliehm.

 

Wichtig sei dabei, dass die Daten maschinenlesbar sind, damit sie in Apps genutzt werden können. Kliehm erklärt: „Außerdem müssen sie unter einer freien Lizenz verfügbar sein. Nur so sind die Daten auch für kleine StartUps nachnutzbar, die innovative Ideen für neue Software haben. Das schafft Arbeitsplätze und bringt Steuereinnahmen.“

 

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