Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz
Zum Hauptinhalt springen

Kiel

Klimanotstand ausgerufen – jetzt müssen Taten folgen!

Die Ratsfraktion DIE LINKE begrüßt die Ausrufung des Klimanotstandes durch die Ratsversammlung der Landeshauptstadt Kiel.

Dazu erklärt Svenja Bierwirth, umweltpolitische Sprecherin der Ratsfraktion: „Es ist ein starkes Zeichen, dass Kiel als erste Landeshauptstadt in der Bundesrepublik Deutschland diesen Schritt gegangen ist. Aber darauf dürfen wir uns jetzt nicht ausruhen: Wenn wir uns zu einer so dramatischen Erklärung durchringen und offiziell eine Notstandssituation ausrufen, dann müssen wir auch entsprechend konsequente konkrete Maßnahmen folgen lassen!“

Und die Situation ist tatsächlich dramatisch: Aus dem Sonderbericht, den der Weltklimarat IPCC im Oktober des vergangenen Jahres vorgelegt hat, geht hervor, dass das 1,5 Grad Ziel nur dann noch erreicht werden kann, wenn die Emission von Treibhausgasen wie Kohlendioxid viel schneller verringert wird als die Staatengemeinschaft es derzeit vorhat. Bis zum Jahr 2030 müssten die Emissionen um etwa 45 Prozent unter das Niveau des Jahres 2010 sinken. Spätestens bis zum Jahr 2050 muss endgültig und nachhaltig weltweite Klimaneutralität erreicht sein. Schon jetzt ist die Welt der 1,5 Grad Marke gefährlich nahe gekommen. Derzeit liegt die weltweite Durchschnittstemperatur um rund ein Grad über dem Niveau aus der Zeit vor der Industrialisierung.

Eine ganz allmählich anlaufende Landstromversorgung, vorerst nur im Testbetrieb und nur für eine einzelne Reederei, Sperrungen an einigen Auf- und Abfahrten am Theodor-Heuss-Ring (die bei Protesten von betroffenen Unternehmen sofort wieder aufgehoben werden) und die Blockade von Fahrradwegen durch Luftstaubsauger werden bestenfalls einen eher geringen Beitrag leisten und das ist in dieser Lage einfach nicht genug.

„Die Zeit drängt. Wirklich effektive Maßnahmen, um das Ziel der Klimaneutralität schnell zu erreichen, werden schmerzhaft sein und Geld kosten.  Aber das darf kein Hindernis sein, sie zu ergreifen – die Alternative wäre langfristig für alle noch viel schmerzhafter und teurer!“, so Bierwirth abschließend.

Zurück zur Übersicht