Kassel

Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen: Stadt soll Beratung für Prostituierte besser finanzieren

Die Kasseler Linke fordert für den städtischen Haushalt 2015 die Beratung für Prostituierte mit zusätzlichen 20.000 € zu unterstützen. Die Beratungsstelle sichtBar klärt Prostituierte über sexuell übertragbare Krankheiten und Schwangerschaftsverhütung auf und begleitet Frauen, die aus der Prostitution aussteigen wollen. In den letzten Jahren haben sich die Arbeitsbedingungen in der Prostitution massiv verschlechtert. Gerade bei den Sexarbeiterinnen aus Osteuropa sind Misshandlungen, schlechte Bezahlung, Abtreibungen und Krankheiten wegen fehlender Verhütung, sowie fehlender Krankenversicherung an der Tagesordnung. Die Arbeit von sichtBar ist also wichtiger denn je, deren Finanzierung durch die Stadt aber nur unzureichend sichergestellt.

Allein um die Arbeit im derzeitigen Umfang aufrechterhalten zu können werden künftig zusätzliche Mittel dringend benötigt, denn im kommenden Jahr fallen Stiftungsgelder weg mit denen die Arbeit von sichtBar momentan noch unterstützt wird. "Mit der Aufstockung der Haushaltsmittel für sichtBar könnte die Stadt zeigen, dass sie den täglichen Einsatz für die Interessen von Frauen wertschätzt" sagt Vera Kaufmann, die frauenpolitische Sprecherin der Kasseler Linken.

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