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Bonn

Inklusion realisieren - Gemeinsamen Unterricht ausbauen!

Ab sofort haben Kinder mit Lernschwächen oder Behinderungen das Recht, gemeinsam mit nicht behinderten Kindern in allgemeinbildenden Schulen unterrichtet zu werden. Die Linksfraktion Bonn fordert daher, dass die Stadt Bonn die nötigen Voraussetzungen dafür schafft und die Kapazitäten des sogenannten „Gemeinsamen Unterrichts“ (GU) an Bonner Schulen bedarfsgerecht ausbaut.

Das Recht auf einen inklusiven Bildungsweg, also einen Unterricht in allgemeinbildenden Schulen ist sogar einklagbar. Zu diesem Ergebnis kommt ein Rechtsgutachten des führenden deutschen Völkerrechtlers Professor Dr. Eibe Riedel. 

Die Linksfraktion begrüßt, dass die Stadtverwaltung jetzt einen Rahmenplan zur Umsetzung dieses Ziels an Bonner Schulen im Schulausschuss am heutigen Donnerstag vorlegt. Allerdings sind die dort aufgeführten Handlungsoptionen zum weiteren Vorgehen eher halbherzig. Die Stadtverwaltung stellt einerseits fest, das Instrument des gemeinsamen Unterrichts sei ziel führend, um Inklusion von behinderten Kindern an Schulen zu realisieren, will aber statt einer Ausweitung des GU lediglich einen Modellversuch an einer Schule starten. In dem Entwurf einer Elterninformation entschuldigt sich die Stadtverwaltung bereits vorab, dass sie nicht die nötigen Plätze für gemeinsamen Unterricht geschaffen hat. Das kommt einer Kapitulationserklärung gleich!

Statt den GU an allen Schulen bedarfsgerecht auszubauen soll die Gartenschule in ein sogenanntes Kompetenzzentrum umgewandelt werden. 

 

Dieser Vorschlag ist für die Linksfraktion nicht akzeptabel. Die SonderpädagogInnen des mobilen Dienstes der Kompetenzzentren „springen“ von Schule zu Schule und sollen dort helfen, Kinder mit Förderbedarf inklusiv zu beschulen. Dieses Konzept ist aber wegen der fehlenden konstanten Bindung zwischen SonderpädagogInnen und den Kindern nicht ziel führend. Zu diesem Schluss kommt auch das breit getragene Bündnis „Eine Schule für Alle“, die in ihrer Resolution vom 14.03.2010 die Bildung von Kompetenzzentren ablehnt.

 

 

Aus dem gemeinsamen Unterricht liegen dagegen genug Erkenntnisse vor, die zeigen, dass diese Methode prinzipiell zielführend ist. Die Linksfraktion fordert aber mehr Elan von der Stadt bei dem Ziel, einen bedarfsgerechten Ausbau des GU an Bonner Schulen voran zu bringen. Jedes Kind mit Lernschwächen oder Behinderungen, das im Gemeinsamen Unterricht unterrichtet werden möchte muss ein Platz zur Verfügung gestellt werden.

 

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