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Frankfurt/Main

Im Schwimmbad - da dürfen die kleinen Leute für das Vergnügen der Schickeria bluten

Zu der Erhöhung der Bäderpreise erklärt Carmen Thiele, stellv. Fraktionsvorsitzende der LINKEN im Römer: „Was wir erwartet haben, tritt jetzt ein. Die Koalition lässt die Hosen runter. Wochenlang hatten sie Zeit, die Details ihres angeblichen Sparprogramms vorzulegen. Jetzt, kurz vor der Verabschiedung zeigen sie, wie „Sparen“ geht. Kleinverdiener_innen, Student_innen, Kinder - alle, die vielleicht nicht ihren Urlaub auf Mallorca oder in der Karibik verbringen, sondern als Freizeitmöglichkeit vor allem das Schwimmbad nutzen, müssen saftige Gebührenerhöhungen bis 33 Prozent hinnehmen.

Luxusprojekte dürfen weiterhin gern mal mehr kosten, in diesem Fall ist „Sparen“ selbstverständlich nicht angesagt. Nur das Beste ist gut genug. Allein die zwei Kronleuchter für das 39,357 Mio. Euro teure, neu sanierte Palmengartenhaus, haben mehrere hunderttausend Euro gekostet. Die meisten Schwimmbadbesucher_innen dürften diese wahrscheinlich nie zu Gesicht bekommen. Und das entspricht in etwa der Summe, die jetzt die Erhöhung der Bäderpreise einbringen soll. So geht das halt bei Schwarz- Grün. Das nennt man Umverteilung. Von Arm zu Reich.“

Carmen Thiele weist daraufhin, dass jetzt die Monatskarten dem Rotstift zum Opfer fallen. „Erst hat man den Rentner_innen die Jahreskarten weggenommen und dann als Kompensation Monatskarten eingeführt. Jetzt werden die Monatskarten wieder abgeschafft. Dadurch wird der Besuch im Schwimmbad für viele Rentner_innen um ein vielfaches teurer. Für viele, gerade ältere Menschen ist Schwimmen eine Sportart, die auch mit körperlichen Einschränkungen noch ausgeführt werden kann. Viele werden sich einen Besuch kaum noch, oder nur noch seltener leisten können“, kritisiert Thiele. „Auch für eine Gesellschaft, in der Gesundheitsvorsorge als oberstes Prinzip gelten sollte, ist das ein Schlag ins Gesicht“.

 

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