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Lübeck

Hilfe für Helfenden abgelehnt

Seit Anfang September hat eine Vielzahl von Lübeckerinnen und Lübeckern in unzähligen Stunden und mit mannigfachen Spenden viele tausende Flüchtlinge auf dem Gelände der Alternative versorgt und für den Transit nach Schweden gesorgt.

Das Land hat angekündigt, dafür 300.000 Euro für Lübeck zu Verfügung zu stellen. Nun wurde in der Bürgerschaftssitzung ein Antrag der LINKEN abgelehnt, der forderte, dass mindestens ein Drittel dieser Gelder an die Flüchtlingshilfe auf der Walli geben. Dieser Antrag wurde mit breiter Mehrheit abgelehnt.

 

Ich bin entsetzt, dass die Bürgerschaft diesen Antrag nicht nur abgelehnt, sondern dieses auch ohne jede Diskussion. Scheinbar halten die anderen Fraktionen nicht viel von dem ehreamtlichen Engagement ihrer Bürger", empört sich Ragnar Lüttke, Fraktionsgeschäftsführer der Bürgerschaftsfraktion DIE LINKE. 

"Die Verwaltung unterstützt die Walli zwar mit einigen Sachleistungen, aber gab auch Brandschutzvorgaben vor, deren Umsetzung viel Geld kostete. Die Versorgung mit Lebensmitteln, Kleidung, Medizin und Fährtickets wird ausschließlich aus Spenden finanziert", sagt Antje Jansen, Fraktionsvorsitzende der Bürgerschaftsfraktion DIE LINKE. 

"Hier zeigt sich wieder, dass man nicht auf die Lippenbekenntnisse der Politiker achten sollte, sondern auf das, was sie tun", erklärt Katjana Zunft, Vorsitzende der LINKE Lübeck. 

"Die Lübeckerinnen und Lübecker leisten Außerordentliches, die Stadt Lübeck hat sich, im Vergleich zu den anderen Transitstädten, wie Flensburg und Kiel, nur unwesentlich an der Hilfe beteiligt und das wird nach diesem Beschluss auch so bleiben", führt Ragnar Lüttke weiter aus. 

"DIE LINKE wird weiter um und auf der Walli unterstützen und ruft die Bürgerinnen und Bürger auf, in ihrer Hilfe nicht nachzulassen, auch wenn die Stadt es nicht dankt, die geflohenen Menschen werden das nie vergessen," erklären Lüttke und Zunft gemeinsam.

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