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Essen

Flughafen Essen/Mülheim spätestens 2034 schließen - Entwicklung des Geländes als Musterprojekt ohne Flächenfraß planen

Die Ratsfraktion DIE LINKE bleibt bei ihrer Linie und steht weiter zu den Beschlüssen der Räte in Essen und Mülheim zur Schließung des gemeinsamen Flughafens spätestens 2034. Sie hat hierzu einen entsprechenden Ratsantrag eingebracht, der auch im Verkehrs- sowie im Umweltausschuss Thema sein wird. Absolut nicht nachvollziehen kann DIE LINKE den „Eiertanz“ der Grünen, die immer für die Schließung des Flughafens waren und jetzt einen gemeinsamen Antrag mit der CDU gestellt haben, der als eine Option den Weiterbetrieb des Flughafens vorsieht.

Dazu der Fraktionsvorsitzende Daniel Kerekeš:

„Wir sind dafür, dass der Flughafenbetrieb so schnell wie möglich eingestellt wird und auf Grundlage der drei Workshops zu einem Masterplan Flughafen wie geplant ein Rahmenkonzept zur Bebauung der Flughafenfläche für kleine und mittlere Unternehmen sowie für Wohnzwecke als ökologisches Musterprojekt entwickelt wird. Schließlich werden Gewerbe- und Wohnflächen in Essen dringend gebraucht. Es kann ja nicht angehen, dass erst ein Masterplan mit breiten Mehrheiten beschlossen wird, auch mit den Stimmen der Grünen, und der riesige Aufwand jetzt ,für die Katz‘ sein soll.“

Die Fläche sollte nach Ansicht der Ratsfraktion DIE LINKE ein Musterquartier für Nachhaltigkeit werden, weshalb sichergestellt werden sollte, dass möglichst nicht mehr Fläche versiegelt wird als bisher. Denn angesichts des Klimawandels sollte die Versiegelungsquote der Stadt nicht weiter zunehmen, sondern vor allem in den dichtbesiedelten Stadtteilen sukzessive abnehmen. Sofern die für eine Bebauung zu nutzenden Flächen über den Umfang der bereits versiegelten Flächen hinausgehen, soll die Verwaltung daher Vorschläge unterbreiten, wo und wie Flächen in anderen Stadtteilen entsiegelt werden können.

Wolfgang Freye, für DIE LINKE im Planungsausschuss: „Es ist schon atemberaubend, mit welcher Geschwindigkeit die Grünen derzeit in Essen langjährige Positionen ändern, um mit der CDU zusammen zu kommen. Bundesweit diskutieren sie über ein Verbot von Inlandsflügen. In Essen wollen sie zumindest als Option die alten Ratsbeschlüsse zur Schließung des Flughafens kippen. Dabei gibt es schon jetzt vom Flughafen Essen-Mülheim aus vor allem Inlandsflüge. Der weitergeführte Flughafen wäre dann endgültig ein Biotop für Konzerne und reiche Privatleute, die sich Privatflugzeuge leisten können. Wir sind stattdessen dafür, am Flughafen ein ökologisches, nachhaltiges Musterprojekt für Arbeiten und Wohnen zu entwickeln wie z.B. die ,Seestadt‘ in Wien, das gleichzeitig auch geförderten Wohnraum schaffen soll.“

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