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Essen

Essener Tafel verstößt gegen eigenes Leitbild

„Mit diesem Schritt verstößt die Essener Tafel gegen ihre eigenen Grundsätze, setzt sich dem Verdacht der Diskriminierung aus und schadet dem eigenen Ansehen“, so Ratsfrau Ezgi Güyildar. „Nach ihrem Selbstbild sind die Tafeln allen Bedürftigen verpflichtet, ohne nach deren Herkunft und Ausweis zu fragen. Sie haben sogar eine Charta gegen Rassismus verabschiedet, in der sie für eine gelebte Willkommenskultur eintreten und sich klar gegen ein Ausspielen der Schwachen gegen die Schwächsten aussprechen. Wir wünschen uns, dass sich auch der Vorsitzende der Essener Tafel, Jörg Sartor, weiter dafür einsetzt.“

Nach Informationen der Ratsfraktion DIE LINKE können die Tafeln umliegender Städte die Erfahrungen aus Essen nicht bestätigen und lehnen die Maßnahme als Diskriminierung ab. Sollte es tatsächlich zu Verfehlungen Einzelner kommen, müssen diese auf die Verhaltensregeln aufmerksam gemacht und möglicherweise auch abgewiesen werden. Eine Kollektivbestrafung ist nicht zu rechtfertigen.

„Es ist ein gesellschaftlicher Skandal, dass aufgrund der zunehmenden Armut viel zu viele Menschen auf die Tafel angewiesen sind und es zunehmend zu einer Konkurrenz um deren Angebote kommt“, so Ulla Lötzer, für DIE LINKE  im Sozialausschuss, abschließend. „Wir fordern Herrn Renzel auf, das Gespräch mit der Tafel zu suchen, mit dem Ziel, diese Praxis zurückzunehmen.“ 

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