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Bonn

Es geht auch ohne Pestizide: Verzicht auf allen städtischen Flächen umsetzen

Während über die Schädigung der menschlichen Gesundheit durch Pestizide noch kontrovers diskutiert wird, steht ihre ökologisch negative Bilanz außer Zweifel: Ihre giftige Wirkung für Pflanzen und Tiere ist nicht beschränkbar und gefährdet die biologische Vielfalt, ihre Produktion, Anwendung und mögliche Rückstände sind nicht ohne Risiko. In den allermeisten Fällen ist die Schädigung der Tiergesundheit durch Pestizide nachgewiesen, die Verträglichkeit für Menschen also wenig plausibel.

Der Einsatz von Pestiziden ist keineswegs alternativlos: Mehrere Städte haben sich bereits zu einer pestizidfreien Grünpflege bekannt, etwa Tübingen, Saarbrücken oder Luxemburg Stadt.[2] Die mittlerweile rund 24.000 Biobäuerinnen und Biobauern in Deutschland sind zudem die guten Beispiele, die zeigen, dass Land- und Forstwirtschaft auch ohne chemisch-synthetische Pestizide gut funktioniert.

Im Umweltausschuss beraten wir gerade das neue Grünflächenkonzept. Es ist deshalb genau der richtige Zeitpunkt, um den Verzicht auf Pestizide festzuschreiben. „Als Stadt, in der der UN-Weltrat für biologische Vielfalt sitzt, stünde Bonn ein umfassender Verzicht auf dies Art „Pflanzenschutzmittel“ gut zu Gesicht. Auch die schwarz-grüne Koalition hat sich in der Vergangenheit zum abstrakten Ziel einer „pestizidfreien Stadt“ bekannt.[3] Ich hoffe, dass sie nun auch die Konsequenz bei der Umsetzung für eine ökologischen Grünpflege und Landwirtschaft aufbringt.“, so Hanno von Raußendorf.

 

[1] Antrag Drs. 1512438 (Link)

2 Siehe BUND-Broschüre „Pestizidfreie Kommune“ unter:

http://www.bund.net/fileadmin/bundnet/publikationen/chemie/130411_bund_chemie_broschuere_pestizidfreie_kommunen.pdf

3 Siehe Drs. 1313590 (Link).

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