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Kiel

Beschluss zur Aussetzung von Versorgungssperren

Die Fraktion DIE LINKE im Rat der Landeshauptstadt Kiel ist sehr erfreut über den einstimmigen Beschluss zum Antrag „Aussetzung von Versorgungssperren“ im Innen- & Umweltausschuss.

"Es ist ein wirklich gutes Signal, dass der Innen- und Umweltausschuss einstimmig beschlossen hat, die Kieler Stadtwerke aufzufordern, zumindest bis Ende Januar auf die Durchsetzung von Versorgungssperren zu verzichten und die Aufhebung bereits bestehender Sperren zu erleichtern!“, freut sich Björn Thoroe, innenpolitischer Sprecher der Ratsfraktion DIE LINKE.

 

Die Energiekosten sind in den vergangenen Monaten teilweise stark angestiegen. Diese Entwicklung kann vor allem für einkommensschwache Familien und Menschen eine echte Bedrohung der Versorgungssicherheit mit Strom, Gas, Wärme und Wasser darstellen. Vor allem, da nach fast zwei Jahren Corona-Pandemie die wirtschaftliche Situation vieler Haushalte ohnehin deutlich angespannter ist.

Schon vor der Krise war es für Betroffene schwer, eine Sperre abzuwenden oder wieder aufheben zu lassen und momentan ist es aufgrund beschränkter Sprechzeiten und fehlender Ansprechpartner*innen noch schwieriger, Hilfe von sozialen Einrichtungen und Behörden zu erhalten.

Aber gerade in der aktuellen Notsituation durch die immer noch anhaltende Corona-Pandemie sind ausreichende Hygiene sowie der Zugang zu Strom, Licht und Wärme für die Daseinsvorsorge wichtiger denn je. Auch angesichts möglicher Quarantänemaßnahmen, erneuter Kinderbetreuung zu Hause oder weiterer Beschränkungen des öffentlichen Lebens, gewinnt eine Versorgung mit Strom, Gas und Wasser zusätzlich für jeden Haushalt elementare Bedeutung.

„Die Änderungsvorschläge der Kooperation konnten wir guten Gewissens übernehmen. Die Brisanz dieser Situation ist offenbar allen Ratsfraktionen bewusst. Jetzt ist es an den Stadtwerken, diesen Beschluss auch umzusetzen. Und mit Blick auf die Lage könnten im kommenden Jahr dann auch weitergehende Maßnahmen wie z.B. einen Erlass sämtlicher aufgelaufener Energieschulden angezeigt sein.“, so Thoroe abschließend.

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