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Köln

Ausreichend Schulplätze und schnelle Zuweisung für Flüchtlingskinder

In Köln warten die Kinder der Flüchtlinge manchmal monatelang auf einen Schulplatz. Dabei sind sie vom ersten Tag ihrer Meldung in der Stadt schulpflichtig. Wenn mehr Flüchtlinge kommen, was wahrscheinlich ist, wird dieser Missstand noch verschärft – das ergab eine Anfrage der LINKEN im Schulausschuss. Zur kommenden Ratssitzung bringt die Fraktion DIE LINKE einen Antrag ein, der Menge und Qualität der Schulplätze erhöhen und die Zuweisung unterstützen soll.

In einigen Stadtvierteln werden schon jetzt Plätze in Seiteneinsteigerklassen knapp. Deshalb möchte die Linksfraktion, dass Schulen, die Seiteneinsteigerklassen bilden, schneller saniert bzw. ausgebaut werden. Außerdem müssen die Schulen gezielt angesprochen und von Stadt und Bezirksregierung über die finanziellen und personaltechnischen Voraussetzungen informiert werden. Dazu gehört auch, dass sie explizit aufgefordert werden, Seiteneinsteigerplätze zur Verfügung zu stellen.

Die Lehrer dieser Klassen sollen an einem umfangreichen Fortbildungsangebot teilnehmen können, das über vorhandene Fördertöpfe beim Schulamt und dem regionalen Bildungsbüro finanziert werden kann. Schließlich soll das Kommunale Integrationszentrum ausreichend Personal haben, um die Eltern der Flüchtlingskinder weiterhin innerhalb einer Woche beraten und vermitteln zu können.

Dazu erklärt Jörg Detjen, Fraktionssprecher der Fraktion DIE LINKE:„Kinder und Jugendliche, die in Flüchtlingswohnheimen leben, befinden sich in einer permanenten Ausnahmesituation. Sie mussten ihr angestammtes Umfeld verlassen, haben oft traumatische Erlebnisse hinter sich und leben nun auf beengtem Raum. Die Zukunft ihrer Familie ist ungewiss. Der Besuch einer Schule ist lebenswichtig für sie.“

Jörg Detjen weiter:„In der Schule erhalten sie nicht nur Bildung und damit Zukunftschancen. Sie lernen auch die deutsche Sprache. Der Kontakt zu Gleichaltrigen außerhalb der Flüchtlingsunterkunft schafft Normalität. Das hilft ihnen, sich in der neuen Lebenssituation zurechtzufinden. Deshalb müssen sie schnell und wohnortnah beschult werden.“

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