Frankfurt/Main

Arbeitgeber greifen weiter in die Sozialkassen

„Da bin ich aber mal gespannt, was vom diesem prognostizierten Wirtschaftsaufschwung bei den ArbeitnehmerInnen mit Niedriglöhnen ankommen wird “, kommentiert Dominike Pauli, Fraktionsvorsitzende der Fraktion DIE LINKE. im Frankfurter Römer einen Bericht der Bundesregierung an die EU. In diesem Bericht formuliert die Bundesregierung, dass die gesamtwirtschaftliche Erholung in diesem Jahr in einen breit angelegten Aufschwung münde.

Die Stadt Frankfurt gibt jährlich ca. 54 Millionen Euro für ihren Anteil an Aufstockungsleistungen für Geringverdiener aus. „Damit ist Frankfurt eine der Städte mit besonders vielen ArbeitnehmerInnen, die ergänzende Sozialleistungen beziehen, also aufstocken müssen, weil sie vom Lohn für ihre Arbeit nicht leben können“, sagt Pauli.
Alle bisher angekündigten und tatsächlichen Aufschwünge sind an diesem Teil der Gesellschaft weitestgehend vorbeigegangen, auch in der boom-town Frankfurt am Main.
Der DGB gibt die Anzahl der AufstockerInnen in Frankfurt mit 7.000 an. „Das ist der siebentausendfache Beweis dafür, dass es immer noch Arbeitgeber gibt, deren Geschäftsmodell auf `Hungerlöhnen´ basiert und dafür die Sozialkassen, auch die der Stadt Frankfurt, missbraucht werden.“

Auch der jetzt vorgesehene Mindestlohn von 8,50 Euro ist zwar ein Schritt in die richtige Richtung. Aber viel zu löchrig und zu niedrig angesetzt, um armutsfest zu sein. Pauli: „Solange nicht armutsfeste Löhne gezahlt werden, wird auch die Stadt Frankfurt weiterhin einen hohen Betrag für ergänzende Sozialleistungen aufbringen müssen“.

Zurück zur Übersicht