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Claudia Sprengel, Christian Schaft und Silke Michels

Bildungsmonitor zeigt Notwendigkeit eines bildungspolitischen Investitionspaketes

Der aktuelle Bildungsmonitor zeigt, dass Deutschland trotz Verbesserungen in den letzten Jahren von einem wirklich chancengerechten Bildungssystem noch weit entfernt ist. Daher ist weiterhin ein bildungspolitisches Investitionspaket nötig, um Kindern aus benachteiligten Familien Perspektiven zu eröffnen und die Herausforderungen der Integration tatsächlich angehen zu können, meinen die Mitglieder des Parteivorstandes der LINKEN, Claudia Sprengel und Christian Schaft, sowie der Sprecherin der Bundesarbeitsgemeinschaft Bildung Silke Michels.

"Die Schulen und Kitas benötigen dringend die erforderliche personelle, räumliche und materielle Ausstattung, um die Mammutaufgaben Integration und Inklusion zu bewältigen. Der Bund darf sich seiner Verantwortung nicht länger entziehen. Das Kooperationsverbot muss endlich auch für diese Bildungsbereiche fallen", so Silke Michels.

"Um strukturelle Defizite und Ausgrenzungsmechanismen auf dem Bildungsweg zu reduzieren, ist und bleibt längeres gemeinsames Lernen notwendig. Daher ist es wichtig, das Konzept der Gemeinschaftsschule in den Ländern weiter zu verbreiten", so Claudia Sprengel. Dort könnten die unterschiedlichen Bildungshintergründe mit multiprofessionellen Teams am besten erfasst und die Kinder individuell nach ihren Bedürfnissen betreut werden. Diversität und Vielfalt im Bildungsbereich könne so gelebt werden. "Dies stellt vor allem auch eine Chance für Kindern aus finanziell benachteiligten Familien dar, wenn sie nicht von Anfang an ausgrenzt werden", so Sprengel weiter.

Zudem zeige der Bildungsmonitor mit seinem thematischen Schwerpunkt auch, warum es so häufig zu Arbeitslosigkeit unter Geflüchteten kommt: "Um die Abbrecher*innenquote von Menschen mit Migrationshintergrund zu senken, braucht es bessere Beratungsstrukturen und individuelle Unterstützungsleistungen. Das geht nur mit mehr Personal in den Bildungseinrichtungen", macht Christian Schaft deutlich. Berufsabschlüsse von Geflüchteten und Migrant*innen müssen zudem schneller geprüft und anerkannt werden, damit Menschen schneller in Arbeit kommen. Möglichkeiten für einen besseren Arbeitsmarktzugang seien auch eine Berufsausbildung mit begleitendem Sprachunterricht. Auch in der frühkindlichen und schulischen Bildung wird mehr Personal notwendig sein, um Chancengerechtigkeit zu gewährleisten. So brauche es in für Erzieher*innen die Möglichkeit interkulturelle Fortbildungen wahrzunehmen und eine Unterstützung durch zusätzliche DAZ-Kräfte bereits in der frühkindlichen Bildung. Auch das Lehramtsstudium müsse in Deutschland so reformiert werden, dass inklusionspädagogische und interkulturelle Fähigkeiten zum Standardrepertoire der Ausbildung gehören.

"Bund und Länder müssen eine stärkere finanzielle Unterstützung für Bildungsinvestitionen gewährleisten. Um einen relevanten Beitrag zu mehr sozialer Gerechtigkeit und Integration zu leisten, ist dies unabdingbar", so Schaft abschließend.

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