Frauen*streik am Frauenkampftag

"Wenn wir streiken, steht die Welt still", ist unser Motto. Wenn wir Frauen die Arbeit niederlegen, wird sich in diesem Land nicht mehr viel bewegen. Und damit meinen wir nicht nur jene Arbeit, für die wir Lohn kriegen, sondern vor allem auch all die unzähligen unbezahlten Stunden von Pflege-, Erziehungs- und emotionaler Arbeit. Nicht zu vergessen, unsere unverzichtbare ehrenamtliche soziale Arbeit, insbesondere von Seniorinnen. All diese Arbeit ist Arbeit und berechtigt uns Frauen zum Streik.

Wir wollen streiken!

Weil wir den gleichen Lohn verdient haben wie unsere Männer, Brüder und Väter. Weil wir uns nicht länger für den Hauptteil der Hausarbeit verantwortlich fühlen. Weil wir nicht mehr zulassen, dass uns Gewalt angetan wird, dass wir begrapscht oder missbraucht werden. Weil wir nicht einsehen, warum wir unterschiedliche Rechte haben sollen, nur weil manche von uns einen deutschen Pass besitzen und andere nicht. Weil wir nicht mehr hinnehmen, dass die Pflege- und Erziehungsjobs so schlecht entlohnt werden. Weil wir selbst entscheiden wollen, wann und ob wir schwanger werden - und auch, ob wir eine Schwangerschaft abbrechen. Weil wir es für eine Frechheit halten, dass Ärztinnen und Ärzte, die über Abtreibungen informieren, bestraft werden. Es reicht - wir streiken!

Als LINKE rufen wir alle Frauen dazu auf, sich am 8. März den zahlreichen Demonstrationen anzuschließen und sich an den vielseitigen Frauenstreikaktivitäten zu beteiligen.

Ob am Arbeitsplatz oder zu Hause, indem Frauen alle dort anfallenden Arbeiten an Männer abgeben und damit eine gerechte Arbeitsverteilung zur Debatte stellen. Männer rufen wir dazu auf, Frauen am 8. März bei ihren Streikaktivitäten zu unterstützen.

Weil für DIE LINKE soziale Gerechtigkeit und Gerechtigkeit zwischen Frauen und Männern untrennbar zusammenhängen, fordern wir:

Die Aufwertung der Pflegearbeit

Das heißt: 100.000 Pflegekräfte mehr in Krankenhäusern, 40.000 Fachkräfte mehr in der Altenpflege, ein verbindlicher Personalschlüssel und ein Mindestlohn von 14,50 Euro in der Altenpflege.

Das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung

Das heißt: Streichung der Paragrafen 218 und 219a – denn Schwangerschaftsabbrüche müssen endlich entkriminalisiert werden. Das Informationsverbot muss fallen.

Mehr Zeit für's Leben und eine gerechte Arbeitsverteilung – auch zwischen den Geschlechtern

Das heißt: Wir wollen eine kurze Vollzeit bzw. lange Teilzeit für Alle, also Wahlarbeitszeiten zwischen 28 und 35 Stunden pro Woche mit Lohnausgleich.

Frauen in der Kultur – Hinaus zum Streik am 8. März!

Künstlerinnen und weibliche Kulturschaffende leisten wertvolle Arbeit und bereichern unsere Gesellschaft. Ihre Verdienste bleiben aber oft unbeachtet, ihre Arbeit ist schlecht bezahlt oder ihre Werke werden Männern zugeschrieben. Schluss damit!

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Drucksache

Materialien zum Ausdrucken und online für die Sozialen Medien

Ortsgruppen

Auf der Webseite des Frauen*streik-Bündnis ist eine Liste schon bestehender Ortsgruppen, denen Du Dich anschließen kannst. Sollte Dein Ort noch nicht dabei sein, dann schreib eine Mail an frauenstreik@gmail.com. Das Büdnis unterstützt Dich sehr gerne dabei auch jetzt kurzfristig noch eine Ortsgruppe zu gründen oder Ansprechpersonen in Deiner Region zu finden.

Außerdem gibt es einen bundesweiten Aktiven-Verteiler. Dafür schreibe einfach eine Mail an frauenstreik@gmail.com (Bitte unbedingt mit der Angabe, dass Du auf den bundesweiten Verteiler möchtest)