10 Jahre
Clara-Zetkin-Frauenpreis

Nominierte Projekte für den Clara-Zetkin-Preis 2020

Das AEN ist ein erst seit kurzem bestehendes und ehrenamtlich arbeitendes Netzwerk. Es hat sich zum Ziel gesetzt, Menschen ohne und mit Kindern, Kinder und alle anderen die Lust haben, zum Thema Kind(er) und Elternschaft zu vernetzen. Alle Beteiligten bekommen so die Möglichkeit, sich gegenseitig zu unterstützen und auszutauschen. Mehr erfahren

agisra setzt sich dafür ein, Frauen* über ihre Rechte und Möglichkeiten zu informieren und kämpft gegen jede Form von Diskriminierung. agisra versteht soziale Arbeit als Menschenrechtsprofession. Die Beratung ist unabhängig von sozialer und ethnischer Herkunft, Religion, Alter, sexueller Orientierung, Sprachkenntnissen und Aufenthaltsstatus. agisra unterstützt Migrantinnen*, die sich in Gewaltverhältnissen befinden und von Sexismus, Rassismus und anderen Unterdrückungsformen betroffen sind. mehr erfahren

ECAM („Equipo de Comunicación Alternativa con Mujeres“) ist eine bolivianische NRO, die sich besonders für die Gleichberechtigung der Geschlechter in allen Lebensbereichen sowie für die volle körperliche und wirtschaftliche Autonomie der Frauen im Umkreis von Tarija einsetzt. Die Förderung der Anerkennung der Interkulturalität und die Stärkung eines sozialkritischen Bewusstseins fungieren als weitere Ziele der Organisation. All das wird mit dem Anspruch verknüpft, ein Bewusstsein für die Rechte der Frauen aller Altersstufen in dem Landkreis Tarija zu schaffen und dieses zu verinnerlichen, damit jede Frau und jedes Mädchen ein gewaltfreies Leben genießen kann.

Fit in Torgau e.V. ist ein gemeinnütziger Frauenverein, der allen Frauen und Mädchen Hilfe zur Selbsthilfe gibt. Seit 2001 betreibt er eine soziale Kleiderkammer. Spezifische Frauenberatungen und wöchentliche thematische Frauenfrühstücke werden durchgeführt. Der Frauengeführte Verein betreibt die einzige Notwohnung für Opfer von häuslicher Gewalt in Nordsachsen. Im Verein ist ebenfalls ein Projekt "Integration für Spätaussiedler und andere Migranten" eingegliedert. Dieses Projekt beinhaltet zwei Gruppen. Das sind die Frauengruppe "Kontakt" und die Kindergruppe "Sonnenstrahl". Ein weiterer Schwerpunkt der Vereinsarbeit ist ab 2013 das Projekt Alltagsbegleiter. Dieses Projekt umfasst die Betreuung älterer Bürger beim Einkaufen, Arztbesuche, Spazierfahrten usw.

OMAS GEGEN RECHTS sind eine zivilgesellschaftliche überparteiliche Initiative, die sich in den politischen Diskurs einmischen will. Mit augenfälliger Symbolik erheben ältere Frauen, sogenannte OMAS, ihre Stimme zu den gefährlichen Problemen und Fragestellungen der heutigen Zeit. Es geht um die Erhaltung der parlamentarischen Demokratie in einem gemeinsamen Europa, um den Einsatz für die gleichen Rechte aller in Deutschland lebenden Frauen, Männer und Kinder, um die sozialen Standards, die von Eltern und Großeltern zum Teil bitter erkämpft wurden, um den Respekt und die Achtung gegenüber anderen Mitbürgerinnen und Mitbürgern unabhängig von ihrer Religion und ethnischer Zugehörigkeit u.v.m. Dabei müssen die bedrohlichen Entwicklungen wie Antisemitismus, Rassismus, Frauenfeindlichkeit und Faschismus erkannt, benannt und im Konkreten auch der politische Widerstand und die Bewusstseinsbildung organisiert werden. mehr erfahren

Das Hamburger Romani Kafava ist eine Beratungsstelle und ein wichtiger Ausgangspunkt der Selbstorganisierung von Rom*nija im Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg. Jeden Freitagnachmittag lädt Romani Kafava ein, um sich bei Kaffee und Gebäck Rom*nijas kennenzulernen, sich auszutauschen und aber auch um beraten zu werden bei u.a. asylrechtlichen Fragen, bei Verständnisfragen oder Problemen mit Behörden. Ein großer Teil der Besucher*innen sind Frauen*, viele von ihnen mit Mehrfachdiskriminierung (illegalisiert, alleinerziehend, Opfer von (sexualisierter) Gewalt, betroffen von Armut…), die bei Romani Kafava um Unterstützung Sie werden beraten und zu Behörden, Ärzt*innen und Anwält*innen begleitet.mehr erfahren

Sookee ist seit 15 Jahren in der Rap-Szene aktiv und schafft durch mittlerweile sechs Alben, unzählige Kollabos, Auftritte bei öffentlichen Podien, an Universitäten und in Workshops Räume, die gesellschaftliche Versänderungen voranbringen. Sookee wird als Rolemodel von Mädchen, Frauen und Queers in der Popkultur wahrgenommen und ihr Output als anspruchsvoll charakterisiert. Als Musikerin und Aktivistin ist sie die aktuelle Trägerin des Louise-Otto-Preises, Ambassador des sozialen Projekts “Musik-Bewegt”, Patin für zwei Schulen der Kampagne “Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage” und engagiert sich politisch als bekennende Antifaschistin für weitere zahlreiche Initiativen. Darüber hinaus ist sie Mutter und ihren Bekanntheitsgrad und ihre große Außenwirkung nutzt sie, um Dialoge zu begünstigen – auch zwischen Groß und Klein. mehr erfahren

Marlies Krämer und ihr "Verein zur Förderung der sprachlichen Gleichberechtigung von Frauen und Männern e.V." setzt sich für die behördensprachliche Gleichberechtigung in Personalausweisen und Reisepässe der Bundesrepublik Deutschland ein. Auf ihr hartnäckiges Drängen hin wurde gerichtlich entschieden, dass Reisepässen der Bundesrepublik nicht Inhaber sondern auch Inhaberinnen angesprochen werden. Auch hat sie sich dafür eingesetzt, dass seit 1999 Tiefdruckgebiete nicht mehr nur mit Frauennahmen versehen werden. Derzeit kämpft die 80ig-jährige vorm Bundesverfassungsgericht für die Einführung der Ansprache von Männern und Frauen bei der Sparkasse.