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Nominierte Projekte für den Clara-Zetkin-Preis 2019

Basmt Khayr (arabisch für einen guten (Finger-) Abdruck hinterlassen)

Bei dem Projekt handelt es sich um eine Gruppe von jungen Frauen aus den Flüchtlingslagern der Sahauris im Süden Algeriens, deren Anliegen sich für Frauen* in Not und auf der Flucht einzusetzen. Ganz konkretes Ziel des Projektes ist es, die Lebensumstände für die in den dortigen Flüchtlingslagern lebenden Frauen, zu verbessern.
Die in den letzten Jahren immer stärker rückläufigen Internationalen Hilfsleistungen verschärfen nicht nur die Gesamtsituation in den Lagern, sondern insbesondere die Situation der Frauen* vor Ort, die und auch das ist ein Fakt, zumeist die Hauptlast des Alltags zu bewältigen haben. Geschlechtsspezifische Angebote sind bei den Hilfeleistungen nicht vorgesehen und werden auch durch die Frente Polisario nicht forciert. Dabei wissen wir, dass gerade diese ungemein wichtig sind, egal ob es dabei um Schutzräume geht oder eine bedarfsgerechte medizinische Betreuung oder Aufklärung geht.
Bei einer Gruppe von sechs jungen Frauen aus dem Willaya Bujador, die ehemals in der Jugendorganisation der Frente Polisario organisiert waren, entstand der Wunsch gegen die Missstände anzugehen und gezielte Angebote zu schaffen, die den Alltag und die widrigen Lebensumstände der Frauen in den Camps verbessern. Dabei richtet sich das Angebot besonders an Alleinerziehende Frauen, Frauen mit Behinderungen, sowie ältere und kranke Frauen. zur Facebook-Seite

ContRa e.V. - Subkulturstärkung zur Deradikalisierung und Aggressionsabbau in der JVA für Frauen

Vorurteile, Rassismus, Radikalisierung, Islamfeindlichkeit, Gewalt und Aggressionen sind tägliche Themen unserer Gesellschaft. Besonders schwierig wird es da, wo viele vorbelastete Personen aufeinandertreffen, wie zum Beispiel in Justizvollzugsanstalten. Das Projekt soll genau hier ansetzen und setzt sich folgende Ziele: - Abbau von Vorurteilen - Abbau von Aggressionen - Umgang mit Emotionen - Frustrationstoleranz erweitern - Stressbewältigung - Deradiakalisierung - Rechtsextremismus/Islamismusprävention - Selbstreflexion. Mit verschiedenen Angeboten werden die Frauen dabei für das Leben nach der Haft gestärkt.

Familia*Futura

FAMILIA*FUTURA ist ein Festival aus Dresden für Familien und Familienutopien. Es hatte seine Premiere vom 14. bis 16. September 2018 im Riesa Efau und im Zentralwerk Dresden. Damit wollten die beiden Macherinnen, Stephanie Krah und Miriam Welk, ein temporäres soziokulturelles Zentrum gründen. Ein Wochenende lang haben sie Familien, interessierte Bürger*innen, Künstler*innen, Wissenschaftler*innen und politische sowie soziokulturelle Akteure zu einem kreativ ausgestalteten Dialog eingeladen. Das Ziel: Gemeinsam neue Strategien des Zusammenlebens zu entwickeln, die Familien ökonomisch, sozial und emotional entlasten. Das Bild von der hetero/normativen Kleinfamilie wird gesellschaftskritisch beleuchtet, indem alternative Lebensrealitäten sichtbar gemacht werden. weitere Informationen

Flamingo e.V. - Netzwerk für geflüchtete Frauen*

Flamingo e.V. ist ein Netzwerk und eine Anlaufstelle für geflüchtete Frauen* und Kinder. Der gemeinnützige Verein ist selbstorganisiert und alle Projekte zeichnen sich durch politischen Aktivismus und solidarischer Unterstützungsrabeit von Frauen* für Frauen* aus. Zu den Projekten gehören u.a. das "Safe-Nest" Projekt ( ein autonomes Übergangswohnprojekt für alleinstehende schwangere geflüchtete Frauen* ), eine wöchentlich stattfindende kostenlose Rechtsberatung in Asyl- und Aufenthlatsrecht in Kooperation mit einem festen Frauen*-Team der Refugee Law Clinic Berlin, Unterstützungs- und Netzwerkarbeit mit und für andere feministische Frauen*gruppen wie "Stimme Magazin" oder "Plattform verschleppter Ezidinnen". Durch die Gründung eines als Gemeinnützigkeit annerkannten Vereins mit gut ausgestatteten Büro- und Seminarräumen, einem aufgebauten Netzwerk mit anderen selbstorganisierten und auch offiziellen Organisationen, stellen wir anderen kleineren politisch aktiven Frauen*-Gruppen eine Infrastruktur zur Verfügung. Dadurch können sie unkompliziert und zügig handlungsfähig sein. Dabei kann Flamingo e.V.  auch bei der Öffentlichkeitsarbeit unterstützen und Träger für eigenständige, kleine Projekte sein. weitere Informationen

Heimatlos in Köln (H.i.K.) - Linda Rennings

"Sie haben keine Lobby"(1), sagt Linda Rennings - in der Szene als die "kölsche Linda" bekannt - über obdachlose Frauen. "Es kann nicht sein, dass Menschen - ohne die Würde des Menschen zu achten - so respektlos von Politik und Gesellschaft behandelt werden"(7). Als ehemalige Betroffene kennt sie die tatsächlichen Probleme, vor denen gerade obdachlose Frauen in besonderem Maße stehen, nur allzu gut. Aufgrund von schwerer Krankheit und persönlichen Schicksalsschlägen erging es ihr wie leider zunehmend mehr Menschen in unserer Gesellschaft: Arbeitsunfähigkeit, Jobverlust, Zwangsräumung, Obdachlosigkeit. 2005 landet sie auf der Straße, lebt ein Jahr auf dem Friedhof in der Nähe des Grabes ihrer Großmutter - die einzige Person, die immer an sie geglaubt hatte, und bei der sie so etwas wie Geborgenheit erfahren hatte. 2011 schafft die heute 55jährige gelernte Fleischereifachverkäuferin den Schritt zurück in ein geregeltes Leben mit festem Wohnsitz. Obwohl sie selbst am Existenzminimum lebt und sich nur mit einer kleinen Rente, die auf Grundsicherung aufgestockt wird, über Wasser hält, macht sie es sich aufgrund ihrer Erfahrungen auf der Straße zur Lebensaufgabe, obdachlosen Menschen und ganz besonders Frauen zu helfen. Der gemeinnützige Verein H.i.K., der sich allein aus Spenden finanziert, hat sich zum Ziel gesetzt, obdachlosen Menschen (Schwerpunkt obdachlose Frauen) neuen Mut zu geben, ihr Leben wieder in die Hand zu nehmen und gemeinsam mit ihnen neue Perspektiven zu erarbeiten. Die kölsche Linda, die nicht nur Gründerin und Vorstandsmitglied von H.i.K. ist, sondern all ihre Zeit und Energie in ihr ehrenamtliches Engagement für den Verein steckt, ist dabei Allroundtalent: Sie ist nicht nur direkt bei den Menschen auf der Straße unterwegs, hört ihnen zu, bietet Hilfe an, begleitet sie zur nächsten Notschlafstelle oder hilft bei Behördengängen, sondern organisiert auch private Spenden und sogar Wohnungen für ihre Schützlinge. weitere Informationen

Lahya Aukongo

Lahya Aukongo ist Poetin, Autorin ("Kalungas Kind" 2014, "Buchstabengefühle", 2018), Empowerment-Trainerin, Musikerin, Künstlerin und seit fünf Jahren Kuratorin und Moderatorin der monatlich stattfindenden One World Poetry Night, ein Abend mit Spoken Words und Gedichten, um "das Herz und den Kopf zu dekolonialsieren". In ihrer Arbeit zentriert sie Schwarze, postkoloniale, feministische und queere Perspektiven, und gibt Künstler*innen eine Bühne zum Ausprobieren und sich miteinander Verbinden. Poetry und Politik gehören auf Lahyas Bühne zusammen: Bei der One World Poetry Night sprechen und singen die Künstler*innen über alltäglichen Rassismus, sexistische Objektifizierung, ihre Ängste und Wut, über Community, Wünsche und Visionen, Vernetzung und Empowerment. weitere Informationen 

"Raketen-Wissenschaft" Eva Olivin und Marie Wendland vom Projekt für den "Gender-Stern in Leichter Sprache"

Seit Mitte 2017 arbeiten Eva Olivin und Marie Wendland zusammen mit zwei weiteren Akteuren am Projekt Raketen-Wissenschaft. Die Vision des Projektes ist freies Wissen für alle nachhaltig und barrierefrei zugänglich zu machen.
Raketen-Wissenschaft möchte eine Gesellschaft, in der jede*r überall mitmachen kann. Dafür baut das Team eine barrierefreie Online-Lernplattform. Damit die Inhalte für alle verständlich sind, werden die Kurse in Leichter Sprache geschrieben.
So kann jede*r mitmachen, auch wenn jemensch schwere Texte nicht gut versteht oder gerade erst Deutsch gelernt hat. weitere Informationen

RuT-Rad und Tat - Offene Initiative Lesbischer Frauen e.V

"Der Verein "RuT-Rad und Tat - Offene Initiative Lesbischer Frauen e.V." und die gleichnamige Einrichtung in Neukölln wurden 1989 in eigener Initiative von einer Gruppe älterer und behinderter lesbischer Frauen gegründet. Seitdem hat sich das RuT von einer kleinen Selbsthilfeinitiative zu einem sozialen und kulturellen Zentrum mit einer vielfältigen Angebotspalette entwickelt. Der Verein bildet den Rahmen für die Einrichtung RuT. weitere Informationen

Solidarity at Sea – IUVENTA – Kapitänin Pia Klemp

Sea Watch e.V. ist eine Seenotrettungsorganisation, die flüchtende Frauen, Männer und Kinder im Mittelmeer rettet bzw. gerettet hat, bis es ihren Mitgliedern aufgrund der Repressionen der EU nicht mehr möglich war. Hervorzuheben ist die Arbeit der Kapitänin der IUVENTA, Pia Klemp. Pia ist eine Aktivistin, die in der absoluten Männerdomäne der Seefahrt unter enormem politischem Druck lebenswichtige Rettungseinsätze leitet. Seit Jahren ist sie ehrenamtlich auf Schiffen im Einsatz, um entweder die Weltmeere (bei Sea Shepard) oder Menschen in Not (bei Sea Watch) zu retten, und setzt sich dabei oft lebensgefährlichen Situationen und Repressionen aus. Leider laufen derzeit Ermittlungen wegen des Verdachts auf Beihilfe zu illegaler Einwanderung gegen sie und die Crew der IUVENTA. Die Organisation "Solidarity on Sea" wurde daraufhin unter anderem auch von ihr ins Leben gerufen, um gegen die Kriminalisierung der Seenotrettung vorzugehen. weitere Informationen

Heimatlos in Köln e.V.

"Sie haben keine Lobby"(1), sagt Linda Rennings - in der Szene als die "kölsche Linda" bekannt - über obdachlose Frauen. "Es kann nicht sein, dass Menschen - ohne die Würde des Menschen zu achten - so respektlos von Politik und Gesellschaft behandelt werden"(7). Als ehemalige Betroffene kennt sie die tatsächlichen Probleme, vor denen gerade obdachlose Frauen in besonderem Maße stehen, nur allzu gut. Aufgrund von schwerer Krankheit und persönlichen Schicksalsschlägen erging es ihr wie leider zunehmend mehr Menschen in unserer Gesellschaft: Arbeitsunfähigkeit, Jobverlust, Zwangsräumung, Obdachlosigkeit. weiterlesen