Weniger wäre mehr
Zu den angekündigten Preiserhöhungen bei der Bahn und dem geplanten Börsengang erklärt der Bundesgeschäftsführer der Partei DIE LINKE, Dietmar Bartsch:
Gestern vermeldet der Vorstand der Bahn Riesen-Gewinne und kündigt gleichzeitig eine Erhöhung der Fahrpreise an. Heute nun sickert durch, dass Herr Mehdorn sein Unternehmen im Oktober an der Börse platzieren will.
Das so durchsichtige wie faule Manöver dient offensichtlich nur dem einen Zweck, die Bahn als Braut mit dicker Mitgift aufs Börsenparkett zu schicken. Das Fiese daran: Der Kunde soll´s zahlen und gleichzeitig die im Arbeitskampf der Eisenbahner erstrittenen Lohnerhöhungen als vermeintlichen Grund für den Preisanstieg akzeptieren. Das ist nicht hinnehmbar.
Die Attraktivität der Bahn resultiert auch daraus, eine günstige Alternative zum Auto zu sein. Diesen Vorzug verspielt Herr Mehdorn in seinem Börsenwahn. Der Gewinn der Bahn ließe sogar sinkende Preise zu, eine durchaus sinnvolle Möglichkeit im Rahmen der Fahrgastgewinnung. Profitmaximierung statt Kundenfreundlichkeit ist der falsche Weg.
Der Bund als Noch-Eigentümer sollte seinen Handlungsspielraum nutzen und dem Bahn-Vorstand den tiefen Griff in die Taschen der Verbraucher austreiben.
