Vermitteln zum Verfassungsbruch
Zu den Verhandlungen der CDU/CSU, FDP, SPD und Bündnis 90/Die Grünen zur Hartz-IV-Reform erklärt Katja Kipping, Vorsitzende des Sozialausschusses im Deutschen Bundestag und stellvertretende Vorsitzende der Partei DIE LINKE:
Schwarz-Gelb versucht mit allen möglichen Angeboten die SPD und Bündnis 90 / Die Grünen zur Zustimmung zur sogenannten Hartz-IV-Reform zu bewegen. Nur eins bleibt unberücksichtigt: ein verfassungskonform bestimmter Regelsatz. Das ist einer der vom Bundesverfassungsgericht verlangte Gründe der Änderungen bei Hartz IV. Nun würde sich die SPD und Bündnis 90/Die Grünen bereits auf eine Korrektur des schwarz-gelben Regelsatzes um sechs Euro einlassen. Das wäre das beschämende Ergebnis einer Vermittlung zum Verfassungsbruch. Die LINKE fordert dagegen eine Erhöhung des Regelsatzes auf 500 Euro.
