Telekom will ihre Angestellten aushungern
"Die 50.000 Beschäftigten der Telekom und ihre Familien sollen sich die Dividendenrendite für die Aktionäre vom Mund absparen", kommentiert Michael Schlecht, gewerkschaftspolitischer Sprecher der Partei DIE LINKE, den Abbruch der Tarifgespräche zwischen der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und den Arbeitgebern. Schlecht erklärt:
Das Angebot von jährlich 1,08 Prozent mehr Lohn bei einer Preissteigerung von aktuell zwei Prozent mit steigender Tendenz bedeutet weniger Konsum von Dingen des täglichen Lebens. Es sollen diejenigen kürzer treten, die als Arbeitnehmer die Erträge des Konzerns erarbeiten. Das ist eine himmelschreiende Ungerechtigkeit und Provokation, denn gleichzeitig zahlt die Telekom ihren Aktionären eine Dividendenrendite von knapp acht Prozent jährlich. Der Abbruch der Gespräche durch ver.di ist deshalb mehr als verständlich.
DIE LINKE unterstützt die ver.di-Forderung nach einer Lohnerhöhung von 6,5 Prozent. Außerdem sind politisch die Rahmenbedingungen für Gewerkschaften und Arbeitnehmer zu verbessern. DIE LINKE fordert deshalb einen flächendeckenden, gesetzlichen Mindestlohn sowie die Erleichterung von Allgemeinverbindlichkeitserklärungen von Tarifverträgen.
