Quote Kipping humanitäre Lage Mittelmeer & Entsendung Kriegsschiff

Angesichts der Warnung vor einer Zuspitzung der humanitären Lage im Mittelmeer sagt Katja Kipping, Vorsitzende der Partei DIE LINKE:

"Es ist ein Armutszeugnis, dass es weiterhin keine funktionierende gemeinsame Seenotrettung der EU gibt. Es ist erbärmlich, wie die Verantwortlichen die fehlende Einigung mit den anderen zur Ausrede benutzen, um selbst nichts tun zu müssen. Es ist von unfassbarer Niedertracht, wenn die sonst untätigen Verantwortlichen auch noch denen in den Arm fallen, die freiwillig auf eigene Kosten und eigenes Risiko die Rettung übernehmen. Derzeit kann kein einziges der vielen von engagierten Menschen organisierten Rettungsboote auslaufen. Stattdessen werden Deals mit Diktatoren, Warlords und Sklavenhändlern gemacht, um Flüchtlinge fernzuhalten. Bundesinnenminister Seehofer untersagt Bundesländern die Aufnahme von Flüchtlingen, die diese Aufnahme bereits zugesagt haben. Dieses Verhalten verlängert und verursacht vieltausendfaches menschliches Leid und nimmt zahlreiche Tote in Kauf. Ich kann mir nicht erklären, wie jemand, der das auf seinem Gewissen hat, glauben kann, ein Amt in den Diensten der Menschen und der europäischen Werte auszufüllen.

Was Deutschland freilich hinbekommt, ist die Entsendung eines Kriegsschiffes vor die lybische Küste. Ich wüsste gerne, ob das Kriegsschiff beim Zusammentreffen mit Schiffbrüchigen dann entsprechend der Menschlichkeit und dem internationalen Recht helfen wird."

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