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Niema Movassat

Partizipation ausbauen, Bildung verbessern, Kinderarmut bekämpfen

Heute findet zum achten Mal der von der UNO ausgerufene Internationale Tag der Jugend statt. Hierzu erklärt Niema Movassat, jugendpolitischer Sprecher im Parteivorstand:

Den Internationalen Tag der Jugend gibt es mit Recht, denn etwa eine Milliarde Menschen weltweit sind zwischen 15 und 24 Jahre alt. Obwohl sie eine so große Personengruppe darstellen sind ihre Mitentscheidungsmöglichkeiten sehr gering bis gar nicht vorhanden. Über ihre Köpfe hinweg werden Entscheidungen getroffen, die sie in einigen Jahrzehnten ausbaden müssen. Eine zukunftsorientierte Politik, die auch nachfolgende Generationen berücksichtigt, ist Mangelware.

Auch in Deutschland leben immer mehr Kinder und Jugendliche in Armut - die  Hartz IV Gesetze haben dazu beigetragen. Damit einhergehen schlechtere Bildungschancen, diese führen wiederum zu Perspektivlosigkeit auf dem Arbeitsmarkt. Dieser Teufelskreis führt letztlich wieder zu Armut.

Erforderlich ist endlich ein Umdenken im gesamten Jugendbereich. Dazu gehört zum einen der Ausbau wirklicher Partizipationsmöglichkeiten für junge Menschen, der sich nicht darin erschöpft, nur das Wahlalter zu senken. Weiterhin gehört das Bildungssystem grundlegend reformiert: Weg vom neoliberal propagierte Ellenbogenprinzip hin zu einer Schule für Alle. Unternehmen, die nicht ausbilden, gehören durch eine Ausbildungsumlage in die Pflicht genommen. Studiengebühren, die vor allem jungen Menschen aus ärmeren Familien eine zusätzliche Hürde schaffen, sind abzuschaffen. Kinderarmut gehört durch eine eigenständige bedarfsorientierte Kindergrundsicherung entschieden bekämpft.

Dies wären einige Schritte, um jungen Menschen wieder eine Zukunft zu geben und die Spirale der Perspektivlosigkeit zu durchbrechen.



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