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Bernd Riexinger

Globale Vermögensverteilung: Zehn Prozent besitzen 79 Prozent

2016 wuchs das weltweite Brutto-Geldvermögen um 7,1 Prozent auf knapp 170 Billionen Euro. Das geht aus dem aktuellen „Global Wealth Report“ der Allianz hervor, in dem die Vermögen privater Haushalte in über 50 Ländern analysiert werden. Dazu erklärt Bernd Riexinger, Vorsitzender der Partei DIE LINKE:

Den Reichen und Superreichen geht es trotz Kriegen und Krisen in der Welt bestens. Denn das üppige Wachstum des weltweiten Brutto-Geldvermögen kommt vor allem ihnen zugute: Die reichsten zehn Prozent der Welt besitzen 79 Prozent der Netto-Geldvermögen. Dass die Unterschiede in der globalen Vermögensverteilung langsam kleiner werden ist angesichts der dramatischen globalen Ungerechtigkeit kein Trost. Im Jahr 2000 betrug die Vermögenskonzentration sogar 91 Prozent. Gleichzeitig wächst in vielen Teilen der Welt die Armut. Die Schere zwischen Arm und Reich muss durch eine andere Verteilungspolitik geschlossen und der Reichtum gerecht verteilt werden.

Doch die Allianz sorgt sich weniger um die ungerechte Verteilung, als um das enttäuschende Abschneiden Deutschlands im globalen Vergleich der Netto-Geldvermögen pro Kopf. Die Ursachen für Platz 18 seien die durchschnittlich immer noch nur halb so hohen Geldvermögen in Ostdeutschland und die in der Vergangenheit „relativ hohen gesetzlichen Rentenansprüche“. Westdeutschland alleine würde noch vor Österreich und Italien auf Platz 15 liegen.

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