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Sascha Wagener

Gebührenfreiheit ins Grundgesetz

Zum morgigen Semesterbeginn erklärt der jugendpolitischer Sprecher im Parteivorstand Sascha Wagener:

Nur ein gebührenfreier Zugang zu den Unis kann das Qualifikationsniveau in einer Gesellschaft nachhaltig und sozial gerecht erhöhen.

DIE LINKE fordert, dass die Gebührenfreiheit im Grundgesetzfestgeschrieben wird. Studiengebühren sind der falsche Weg. Wir  brauchen in Deutschland mehr Studierende und nicht mehr soziale Auslese. Studiengebühren führen zu einem erschreckenden Rückgang der Ersteinschreibungen an den Unis. Vor allem Jugendliche aus bildungsfernen Schichten und aus der Mittelschicht schrecken vor der Aufnahme eines Studiums zurück.

Am Anfang des Studiums steht der Überblick. Den zu bekommen, was die finanziellen Kosten und Risiken eines Studiums betrifft, ist in Deutschland zur wahren Sisyphosarbeit  geworden. Der Studienanfängerin oder dem Studienanfänger präsentieren sich nicht nur zwischen den Bundesländern, sondern auch zwischen den einzelnen Universitäten in einem Bundesland wie Nordrhein-Westfalen völlig unterschiedliche, sozial selektive Gebührenmodelle. Dadurch gerät die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse massiv in Gefahr. Es ist eine Ungeheuerlichkeit, dass dieser Verstoß gegen den von Deutschland unterzeichneten Sozialpakt der Vereinten Nationen in der vergangenen Woche erstmals höchst richterlich durch ein Oberverwaltungsgericht abgesegnet wurde. Die Konsequenz: Über die Aufnahme und den Abschluss eines Studiums entscheiden immer weniger Wissen und Begabung, sondern zunehmend der Geldbeutel der Eltern.

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