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Erinnern an Hiroshima

Zum Jahresgedenktag des Atombombenabwurfs auf Hiroshima äußert sich der Vorsitzende der Partei DIE LINKE, Bernd Riexinger:

Über die exakte Anzahl der Todesopfer in Hiroshima und Nagasaki ist man sich offiziell nie einig geworden. Schätzungsweise 80.000 Menschen starben durch den US-amerikanischen Einsatz von Atombomben am 06. August 1945 in Hiroshima, und 35.000 in Nagasaki. Zahlen, hinter denen sich viele tragische Einzelschicksale verbergen. Dieser verheerende Einsatz der sogenannten Baby-Bomben war nicht nur völkerrechtswidrig, sondern verdeutlichte die absurde Grausamkeit einer neuen Art der Kriegsführung.

Am heutigen Hiroshima-Gedenktag müssen wir uns deutlich machen, dass wir augenblicklich einem Atomkrieg leider viel näher sind, als wir es noch vor einigen Jahren für möglich gehalten hätten. Die atomaren Großmächte, insbesondere die USA, haben sich auf einen gefährlichen Pfad begeben. Im Augenblick entwickeln sie neue Atomwaffen mit geringerer Sprengkraft. Das macht die Bomben aber nicht weniger gefährlich.

Das Gegenteil ist der Fall. Die Hemmschwelle, derlei Waffen in einer Krise einzusetzen, wird damit geringer. Die Volatilität, mit der US-Präsident Trump das Weltgeschehen per Knopfdruck, mal bei Twitter und im Ernstfall per "rotem Knopf" zu  beeinflussen vermag, bereitet vielen Menschen berechtigterweise Alpträume. Die Großmächte lehnen es ab, verbindlich auf einen atomaren Erstschlag zu verzichten.

In diesen Zeiten ist militärische Aufrüstung ein falsches, fatales und in letzter Konsequenz tödliches Signal an die Weltgemeinschaft. Deshalb der Appell an die Bundesregierung, sich dem US-amerikanischen Aufrüstungsdiktat zu entziehen und das Gegenteil, Abrüstung, den Abzug aller Atomwaffen aus Deutschland und ein Stopp aller Waffenexporte aus Deutschland in die Welt, voranzutreiben!

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