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Tupac Orellana

DB Cargo: Schrumpfkur auf Kosten von Beschäftigten und Klima

Die Güterverkehrstochter der Deutschen Bahn DB Cargo schreibt seit Jahren rote Zahlen. Das bislang erfolglose Management versucht nun, den Konzern durch eine radikale Rotstiftpolitik auf dem Rücken der Beschäftigten profitabler zu machen. Auf dem Spiel stehen 1800 Arbeitsplätze – und die Zukunft des Güterverkehrs auf der Schiene in der Bundesrepublik. Dazu sagt Tupac Orellana, Mitglied im Vorstand der Partei DIE LINKE:

»Um kurzfristig schwarze Zahlen präsentieren zu können, lässt das DB Cargo-Management ihre schlechte Bilanz von den Beschäftigten ausbaden. Dabei ist offensichtlich, dass die Schrumpfkur im deutschen Güterverkehr lang- und mittelfristig zu erheblichen Problemen führen wird: 1800 Beschäftigte, darunter rund 600 Lokführerinnen und Lokführern, droht der Jobverlust oder die Auslagerung in ein Tochterunternehmen mit schlechteren Arbeitsbedingungen. Die Linke steht an der Seite der Beschäftigten und ihrer Gewerkschaft EVG.

Erst kürzlich hat Bundesverkehrsminister Volker Wissing angekündigt, 12,5 Milliarden in die Schieneninfrastruktur zu investieren. Zeitgleich die Kapazitäten des Güterverkehrs auf der Schiene bei der DB Cargo herunterzufahren, ist gerade selbstmörderisch, sowohl für den Konzern als auch für die deutsche Klimapolitik. Durch LKWs noch verstopftere Autobahnen werden die ersten Signale des zusammengestrichenen Schienengüterverkehrs sein. Dabei wäre das Gegenteil notwendig: Eine Ausweitung des Güterverkehrs auf der Schiene. Es braucht eine gemeinsame europäische Strategie für klimafreundlichen Gütertransport auf der Schiene, von Lissabon bis Helsinki. In einer solchen gesamteuropäischen Strategie könnten die immer weiter unter Druck geratenden nationalen Gütertransportunternehmen zukunftsfit gemacht werden.«


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