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Rosemarie Hein

Bildung in der Warteschleife

Zu den Ergebnissen des Bildungsgipfels erklärt das Mitglied des Parteivorstandes der Partei DIE LINKE, Rosemarie Hein:

Frei nach dem bekannten Motto: „Wenn ich mal nicht weiter weiß, bilde ich ´nen Arbeitskreis“ haben sich Bund und Länder auf dem Bildungsgipfel in Dresden lediglich im Grunde darauf verständigen können, dass die Ausgaben für Bildung und Forschung von Bund und Ländern auf 10 Prozent des Bruttoinlandsproduktes gesteigert werden müssen. Allerdings ist dieses Ziel erst für das Jahr 2015 vorgesehen. Damit bleibt das Bildungssystem in Deutschland mindestens weitere sieben Jahre unterfinanziert. Es befindet sich gewissermaßen in der Warteschleife wie bis heute viele Schulabgängerinnen und Schulabgänger.

Über die inhaltliche Untersetzung dieses Ziels allerdings ist man sich noch viel uneiniger als über die pauschale Erkenntnis, dass auch mehr Geld ins System muss, wenn es besser werden soll. Während die Kanzlerin und die Ministerpräsidenten wie die Krämer um nicht vorhandenes Geld feilschten, haben Gewerkschaften und selbst die Initiative neue soziale Marktwirtschaft sehr viel konkretere und zielführendere Forderungen in den Raum gestellt.

Für den Bildungsgipfel kann man nur konstatieren: Klassenziel nicht erreicht. Die Klasse muss wiederholt werden.

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