Bahn-Vorstand denkt an sich selbst zuerst
Zum heutigen Streik der Lokführer erklären die gewerkschaftspolitischen Sprecher des Parteivorstandes Heidi Scharf und Michael Schlecht:
Wenn es heute zu Bahnverspätungen und Zugausfällen kommt, dann ist das in erster Linie Schuld der unnachgiebigen Position des Bahnvorstands. Trotz ständig steigender Gewinne hat er es versäumt, für eine angemessene Bezahlung der Beschäftigten zu sorgen. Seine Sorge galt zuerst dem eigenen Einkommen: die Vergütungen des Bahnvorstandes sind 2006 um über 60 Prozent gestiegen.
DIE LINKE hat Verständnis für die Forderung der Lokführer nach Einkommensverbesserungen, sind sie doch seit Jahren zu schlecht bezahlt. Aber auch Zugbegleiter oder Stellwerker haben keinen angemessenen Verdienst. Deshalb ist die gewerkschaftliche Einheit wichtig, um für alle Beschäftigten notwendige Fortschritte zu erzielen. Wenn es dem Bahn-Vorstand gelingt, die drei Bahngewerkschaften gegeneinander aufzubringen, werden alle Beschäftigten verlieren.
