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Katja Kipping

Lebenshilfe ist kein Laienspiel

Ich selbst habe ein Jahr sozialen Freiwilligendienst geleistet und finde, dies ist eine hervorragende Möglichkeit, eigene Fähigkeiten zu erkennen, sich im Leben zu orientieren und dabei Menschen zu helfen. Eines darf aber meines Erachtens nicht passieren: Arbeit, die eine bestimmte Qualifikation und auch berufliche Erfahrung erfordert, nun einfach jungen Menschen "überzuhelfen", um entsprechendes Fachpersonal zu sparen.

Wenn Kanzlerin Merkel einerseits davon spricht, die Dienste attraktiver zu machen, Bundesfamilienministerin Schröder andererseits verkündet, die negativen Effekte des Auslaufens des bisherigen Zivildienstes minimieren zu wollen, leuchten bei mir alle Warnlampen auf. Menschen, die Hilfe brauchen – egal wodurch bedingt – benötigen zu allererst eines: qualifizierte Fachkräfte. Dabei kann der Freiwilligendienst unterstützend wirken, aber er darf nicht dazu führen, dass sozialer und medizinischer Beistand zum Laiensektor wird und Fachkräfte ihren Job verlieren.

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