DIE LINKE

Erinnerung an Rossana Rossanda

Rossana Rossanda starb am Sonntag, dem 20. September

Sie war eine historische Persönlichkeit der italienischen Linken, eine Schriftstellerin und Intellektuelle.  Rossana wurde von Palmiro Togliatti (Generalsekräter der Komunistischen Partei Italiens) als Verantwortliche für die Kulturpolitik der KPI ernannt. Sie war Mitglied der Abgeordnetenkammer bis zu ihrer Ausweisung 1969, die wegen ihrer  kritischen Haltung zum Einmarsch der Sowjetunion in die Tschechoslowakei angeordnet wurde.

Rossanda gehörte zu den Gründern der Zeitung Il Manifesto. Immer auf der Seite der Schwächsten und Unterdrückten war ihr Leben der Politik, der Reflexion und der Kritik gewidmet. Sie war nie dogmatisch und immer an der Seite von Frauen und Arbeiterinnen und  ihren Kämpfen.

Vor einigen Jahren erklärte sie: "Der Kommunismus hat Fehler gemacht. Aber er war nicht falsch." Und kürzlich, als sie von Europa sprach, sagte sie, dass "die Rechte der unteren Klassen wiedererobert werden müssen" und stellte fest, dass die Linke die Pflicht hat, für dieses Ziel zu kämpfen.

In diesem traurigen Moment senden wir eine herzliche Umarmung an die italienischen Genossinnen und Genossen. Rossana Rossanda hinterlässt uns und den neuen (besser: künftigen) Generationen ein kulturelles und politisches Erbe, das für die Zukunft aller wertvoll ist: die Bedeutung von sozialer Gerechtigkeit, Gleichheit, Rechtstaatlichkeit und Kultur im politischen Kampf.

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