Als Linke sind wir gut darin, Missstände zu kritisieren und Erklärungen zu liefern, warum so vieles schief läuft in unserer Gesellschaft. Manche Ungerechtigkeiten haben eine so lange Geschichte, dass wir uns anhören, als hätte die Schallplatte einen Sprung: obszöner Reichtum neben bitterer Armut, dramatische Klimakrise, rassistische Strukturen, Gewalt gegen Frauen und queere Menschen, — um nur ein paar Beispiele zu nennen. Doch auf die Ungerechtigkeiten hinzuweisen, ist nicht ausreichend. Ebenso dringend müssen wir uns darüber verständigen, wie diese andere Gesellschaft, die wir uns wünschen, aussehen könnte, und wohin unser Kompass zeigt: Wie wollen wir leben, lieben, arbeiten, ressourcenschonend wirtschaften, begehren, streiten? Konkret: Wie sehen das Wohnen, die Gesundheitsversorgung, die Arbeit der Zukunft aus? Was bedeuten Wachstum und Entwicklung, wenn sie nicht auf Kosten der Natur geschehen und nicht auf neo-kolonialistischen Strukturen aufbauen? Und wie kommen wir dahin? Wie können Einstiegsprojekte aussehen? Auf welche Herausforderungen muss sich linke Politik einstellen?

Das Heute braucht Bilder und Botschaften aus dem Morgen, um Kraft zu entfalten und Enthusiasmus auszustrahlen. Nach so langer Zeit der räumlichen Isolation wollen wir - achtsam und auf Abstand - zusammenkommen und gemeinsam das Uneingelöste diskutieren, Sehnsüchte austauschen, Übergänge durchdenken, Strategien entwickeln. Und ab und an in den See hüpfen.

Wann: 21. - 24. Mai 2021
Wo: EJB Werbellinsee, Joachimsthal

Der Teilnahmebeitrag (Verpflegung und Unterkunft im Einzelzimmer; Paare/Familien geben Wunsch nach Doppelzimmer bitte bei Anmeldung an) beträgt 40 Euro, ermäßigt 20 Euro (Genossinnen und Genossen mit niedrigem Einkommen oder niedriger Rente). Für Bezieher*innen von Transferleistungen (ALG II, Grundsicherung, Wohngeld) ist die Teilnahme kostenlos. 

 

Auf der Frühlingsakademie gibt es Workshops und Diskussionen zu folgenden Themen:

  • Utopie heute: Was hat das mit dem Ökosozialismus von morgen zu tun? – mit Raul Zelik (Autor)
  • Nach der Pandemie ist vor der Pandemie? Wie eine solidarische Gesundheitspolitik der Zukunft aussehen kann, die ein nachhaltiges Verhältnis zur Natur hat – mit dem Poliklinik-Syndikat
  • Sozial? Ökologisch? Sozialistisch?! Ein großer Sprung zur Klimagerechtigkeit – mit Lia Becker
  • Weniger Produktion, mehr Fürsorge, Engagement, Kreativität und Zeit: eine Care-Ökonomie der Zukunft
  • Die Arbeit von morgen: Digitalisierung und Industrie 4.0 – mit Sabine Nuss (Verlegerin und Autorin)
  • Wie hältst du's mit dem Staat, der Macht, dem Regieren? Theorien der Gesellschaftsveränderung von links
  • Das Ostdeutschland von morgen: Keimzelle für ein notwendig anderes Wirtschaften?
  • 'Kommse rin, könnse rauskieken': Wohnen der Zukunft – mit Katalin Gennburg (Sprecherin für Stadtentwicklung, Smart City und Tourismus im Berliner Abgeordnetenhaus) und Lina Hurlin (Aktivistin im Mietshäuser-Syndikat und Recht auf Stadt Leipzig)

Zur Anmeldung geht es hier. Der Anmeldeschluss ist 27. April 2021. Bei mehr Anmeldungen als Plätze wird eine Auswahl getroffen, die eine Diversität der Teilnehmenden sicherstellt. Details zum Programm der Frühlingsakademie werden nach und nach ergänzt.

Hinweis

Letztlich steht alles unter dem Vorbehalt des Infektionsgeschehens und kann sich bis zum Beginn der Frühlingsakademie ändern. Zur Info vorab ein paar Rahmendaten: 

Es wird vor Ort Schnelltests geben.Während der gesamten Frühlingsakademie gilt das AAA-Prinzip: Abstand, Achtsamkeit, Absprachen. Bei gutem Wetter findet alles draußen statt (weitläufiges Gelände), für schlechtes Wetter arbeiten wir an einer Lösung mit einem luftdurchlässigen Zelt. Die Unterbringung erfolgt in Einzelzimmern. In den Essensräumen wird es "Schichtbetrieb" geben, es kann immer draußen gespeist werden.

Sobald wir mit der Bildungsstätte ein Hygienekonzept erarbeitet haben, werden wir dieses hier veröffentlichen.

Kontakt

Bereich Politische Bildung
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fruehlingsakademie@die-linke.de