Özlem Alev Demirel

Stellvertretendene Parteivorsitzende
Persönliches
Als Tochter einer politischen Flüchtlingsfamilie kam Özlem Demirel 1989 nach Deutschland. Bereits in jungen Jahren machte sie die Erfahrung, dass es große Ungerechtigkeit auf dieser Welt gibt. Armut und Diskriminierung gehörten dazu. Schon als Schülerin arbeitete sie nebenbei und begann gleichzeitig mit ihrem politischen Engagement.
Von ihrer Familie wurde ihr vorgelebt, dass es – unabhängig von den Umständen – wichtig ist, für seine Überzeugungen einzustehen.
Bereits als Fünftklässlerin engagierte sich Demirel in der Schülerinnenvertretung ihrer Schule und war später über viele Jahre Mitglied im Vorstand der Landesschüleri*nnenvertretung.
Mit 14 Jahren wurde sie aktives Mitglied im Bundesvorstand der DIDF-Jugend, der Jugendorganisation der Föderation Demokratischer Arbeitervereine e.V. Sie wirkte in der Redaktion der Jugendzeitschrift der DIDF-Jugend sowie an der deutschen Ausgabe der türkischen Oppositionszeitung Evrensel mit. Neben der deutschen besitzt sie auch die türkische Staatsbürgerschaft.
Im Laufe der Jahre beteiligte sich Özlem Demirel an der Organisation zahlreicher Anti-Nazi-Proteste und Bildungsstreikdemonstrationen sowie an der Gründung von Schülerinitiativen gegen den Krieg.
Auch nach ihrer Schulzeit engagierte sie sich auf unterschiedlichsten Ebenen gegen Krieg und Rassismus sowie für soziale Gerechtigkeit.
Direkt nach dem Abitur wurde sie – damals noch parteilos – über die offene Liste der PDS in den Rat der Stadt Köln gewählt. Dort setzte sich Demirel unter anderem für eine höhere Ausbildungsquote bei der Stadt, den Ausbau von Gesamtschulen sowie gegen die rechtsextreme Organisation Pro Köln ein.
Sie wurde Gründungsmitglied der Partei Die Linke und engagierte sich im Europäischen Friedensrat Türkei, der sich für eine demokratische und friedliche Lösung der sogenannten Kurdenfrage einsetzte.
An der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn studierte die Politikwissenschaftlerin Politikwissenschaft und schloss das Studium mit dem Magister ab.
Als Landtagsabgeordnete in Nordrhein-Westfalen (2010–2012), Projektreferentin beim Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit (IDA NRW), Bundesvorsitzende der DIDF, Landesvorsitzende der Partei Die Linke in Nordrhein-Westfalen sowie Gewerkschaftssekretärin bei ver.di war Özlem Demirel in unterschiedlichen politischen und gesellschaftlichen Funktionen tätig. Seit ihrer Wahl in das Europäische Parlament im Jahr 2019 ruht ihre Tätigkeit als Gewerkschaftssekretärin bei ver.di.
Seit 2011 ist sie verheiratet. Gemeinsam mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern lebt sie in Düsseldorf. Zuvor lebte sie als Kind in Bielefeld und später in Köln.
Seit 2019 gehört Demirel für Die Linke dem Europäischen Parlament an und leitet dort die Delegation der Partei. Die Europaabgeordnete ist Mitglied im Ausschuss für auswärtige Angelegenheiten sowie im Unterausschuss für Sicherheit und Verteidigung. Darüber hinaus ist sie stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Beschäftigung und soziale Angelegenheiten sowie im Ausschuss für bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres.
Mitgliedschaften
- DDIF - Föderation Demokratischer Arbeitervereine
- Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK)
- ver.di
- BAG Betrieb & Gewerkschaft