Zeit für eine neue antifaschistische Strategie
Beschluss des Parteivorstandes vom 10. Oktober 2026
Mit der beständigen Bedrohung einer AfD als inzwischen in Umfragen stärkster Partei und einem zunehmenden Rechtsruck der sogenannten Parteien der Mitte muss sich auch unsere antifaschistische Strategie ändern. Hinzu kommt, dass unser historisch einmaliger Mitgliederzuwachs vor allem eben auf unseren klaren antifaschistischen Positionen fußt, die wir konsequent und ohne Bauchschmerzen vertreten.
Der Parteivorstand möge prüfen:
- Im Rahmen der Programmdebatte eine kohärente Analyse der Faschisierung sowie der antifaschistischen Strategie zusammen mit Expert*innen zu erstellen. Ein besonderes Augenmerk soll darauf gelegt werden, die Widersprüche Antifaschistischer Wirtschaftspolitik und dem aktivistischen Antifaschismus aufzulösen. Hierbei soll ein Fokus auf verbindende Klassenkämpfe gelegt werden. Marginalisierte Menschen mit z.B. Migrationshintergrund und Flinta* sind besonders stark von sozialen Kürzungen, sowie von der zunehmenden Faschisierung, sowie rassistischer und anti-feministischer Politik der bürgerlichen Parteien betroffen.
- Wir wollen antifaschistische Mobilisierungen wie zu den Gegenprotesten zum AfD-Parteitag ausweiten und antifaschistischen Protest in ganz Deutschland unterstützen. Wo sich Gelegenheiten bieten, soll der Kampf gegen die extreme Rechte kampagnenförmig bearbeitet werden. Besonders antifaschistische Angebote im ländlichen Raum sollen in ihrer Arbeit unterstützt werden.