Zum Hauptinhalt springen
Beschluss 2026/654

Clara-Zetkin-Preis 2027

Beschluss des Parteivorstandes vom 10. Oktober 2026

Die Linke führt am 4.März 2027 die Verleihung des Clara-Zetkin-Preises 2027 durch und stellt dafür 20.000 Euro zur Verfügung.

Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit: Veröffentlichung im Internet, Pressearbeit, Verteiler der Partei und über Bündnispartner*innen, soziale Netzwerke

Finanzielle Mittel: 20.000€
 

Ausschreibung des Clara-Zetkin-Preises

Die Linke vergibt anlässlich des feministischen Kampftages 2027 zum siebzehnten Mal einen Preis, mit dem herausragende Leistungen von FLINTA Personen in Gesellschaft und Politik gewürdigt werden.

Dieser Preis ist nach Clara Zetkin benannt. Als Mitbegründerin der proletarischen Frauenbewegung initiierte sie auf der Zweiten Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz am 27. August 1910 in Kopenhagen zusammen mit Käte Duncker die Einführung eines internationalen Frauentages. Zetkin setzte sich beharrlich für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen von Frauen ein, dies auch gegen die eigenen Genossen, die gegen die Frauenarbeit kämpften.1892 wurde sie als Herausgeberin der Frauenzeitschrift "Die Gleichheit" aktiv. Am Vorabend des neuen Jahrhunderts vertrat sie konsequent die Unteilbarkeit politischer und sozialer Rechte für Frauen.

Nach über 100 Jahren sind entscheidende Forderungen der Frauenbewegungen immer noch nicht erfüllt. Die Linke, als Partei mit sozialistischem und feministischem Anspruch, setzt sich für eine gerechte, solidarische, demokratische und friedliche Gesellschaft ein, die allen Menschen unabhängig von ihrem Geschlecht, ihrer sexuellen Orientierung und ihrer Herkunft ein selbstbestimmtes Leben ohne Unterdrückung ermöglicht. Sie sucht dabei die Kooperation mit Frauenprojekten, Initiativen, kritischen Sympathisantinnen und internationalen feministischen Netzwerken in Gesellschaft, Kultur, Wissenschaft und Politik.

Im Sinne Clara Zetkins würdigt Die Linke mit dem nach ihr benannten Preis jährlich ein Projekt, das die Lebensbedingungen von Frauen verbessert, die Gleichstellung in der Gesellschaft befördert oder anderen Frauen auf ihrem Lebensweg ein Vorbild, eine Anregung geworden ist.

Die Verleihung des Preises soll die Beachtung für das eigensinnige und uneigennützige Engagement von Frauen in der Öffentlichkeit erhöhen und ermutigen, die eigenen Fähigkeiten und Kräfte für eine gerechtere Gesellschaft einzusetzen. Ob als Nobelpreistragende oder Gesundheitspflegende, als Musiker*innen oder in prekären Jobs, ob in der Pflege, im Ehrenamt, im sozialen Umfeld – FLINTA Personen leisten Tag für Tag Großartiges für ein solidarisches, lebendiges und kreatives Gemeinwesen. Anerkennung und öffentliche Debatte dafür bleiben noch zu oft auf der Strecke. Der Clara-Zetkin-Preis verweist auf diese Lücke und soll Anregung sein, mehr Erfolge in den feministischen Kämpfen durchzusetzen.

Gleichzeitig geht es mit dem Clara-Zetkin-Preis auch darum, den Internationalen feministischen Kampftag, der immer mehr als politischer Kampftag in Vergessenheit gerät, ins öffentliche Bewusstsein zurückzuholen.

 

Wer kann sich bewerben?

Mit dem Preis wird ein aktuelles Projekt oder die Initiative einer FLINTA Person ausgezeichnet. Es können sich Initiativen oder Projekte für den Preis selbst bewerben oder von Parteimitgliedern der Linken vorgeschlagen werden.

Die Jury

  • Zwei Personen für feministische Arbeit aus dem Parteivorstand der Linken
  • Frauenpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion
  • Eine Vertreterin der AG LISA
  • Eine Vertreterin von linksjugend ['solid]
  • Eine Vertreterin von Die Linke. SDS
     

Einsendeschluss: 6. Januar 2027

Verleihungsveranstaltung: 4. März 2027