Private Nutzung von Feuerwerkskörpern, Tieren und Umwelt bundespolitisch flankieren
Beschluss des Parteirates vom 27. September 2026
1. Die Linke setzt sich für ein bundesweites Verbot der privaten Nutzung von Feuerwerkskörpern der Kategorie F2 ein. Silvesterfeuerwerk soll künftig ausschließlich im Rahmen kommunal organisierter, professionell durchgeführter und kontrollierter Veranstaltungen stattfinden. Dabei stehen der Schutz von Menschen, Tieren und Umwelt sowie die Entlastung von Einsatzkräften im Mittelpunkt.
2. Bis zur Umsetzung eines bundesweiten Verbots unterstützt Die Linke auch auf kommunaler und landespolitischer Ebene alle Maßnahmen, die die negativen Auswirkungen privaten Feuerwerks wirksam reduzieren. Dazu gehören insbesondere kommunale Einschränkungen sowie feuerwerksbefreite Zonen, etwa in Wohngebieten sowie in der Nähe von Tierheimen, Krankenhäusern, Seniorenheimen, Naturschutzflächen, Kirchen und weiteren sensiblen Orten. Ebenso die Förderung öffentlich organisierter, sozial zugänglicher Alternativen wie Licht- und Drohnenshows, wie auch Aufklärungskampagnen
zu den sozialen, ökologischen und gesundheitlichen Folgen privaten Feuerwerks.
3. Ebenso unterstützt wird die systematische Erhebung von Daten zu Verletzungen, Sachschäden, Umweltbelastungen und Auswirkungen auf Tiere.
4. Die Partei Die Linke stellt klar, dass die derzeitige Praxis eine Privatisierung von Risiken bei gleichzeitiger Vergesellschaftung der Kosten darstellt. Sie bekennt sich ausdrücklich zur Unterstützung von Feuerwehr, Rettungsdiensten, Einsatzkräften, medizinischem Personal und Personal des öffentlichen Dienstes und setzt sich dafür ein, deren Arbeitsbedingungen insbesondere rund um den Jahreswechsel nachhaltig zu verbessern.
5. Pyrotechnik ist in Stadien, bei Sport-Events oder Konzerten ein essenzieller Teil von Subkultur und wird derzeit insbesondere in Stadien völlig überzogen und sinnlos kriminalisiert. Wir wollen Pyrotechnik in Zusammenarbeit mit organisierten Fan-Szenen und Veranstaltern ermöglichen. Auch Pyrotechnik bei Demonstrationen muss möglich sein, wenn die Sicherheit der Teilnehmenden garantiert wird. Für uns ist klar: Pyrotechnik ist doch kein Verbrechen.