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Beschluss 2026/018 P.13

Georg Elser gehört in unsere Straßen, Plätze und Schulen – für mehr zivilgesellschaftlichen Mut und antifaschistisches Gedenken vor Ort

Beschluss des Parteirates vom 27. Juni 2026

Der Parteirat stellt fest: Erinnern ist wichtig. Nicht nur an Feiertagen, sondern mitten in unserem Leben, da, wo wir wohnen, arbeiten und wo unsere Kinder lernen. 

Er stellt weiter fest: Georg Elser war kein vermeintlich großer General oder reicher Fabrikant. Er war ein Tischler, ein Handwerker aus einfachen Verhältnissen. 

Dieser Mann aus kleinen Verhältnissen hat etwas getan, das unglaublich viel persönlichen Mut verlangte: Er hat mit einem Sprengstoffattentat versucht, Hitler und die versammelte NSDAP- Führungsspitze zu stoppen, weil er schon lange vor dem Überfall auf Polen gesehen hatte, dass der faschistische Größenwahn in einem verbrecherischen Weltkrieg münden wird. 

Sein antifaschistisches Engagement, sein klares Nein zum Krieg und zur Nazi-Diktatur, strahlt bis in die Gegenwart aus und ist ein Vorbild für jede*n Einzelne*n, das zeigt: Man kann auch als Einzelne*r etwas Wichtiges tun. Leider kennt heute nicht jede*r Georg Elser. Er steht oft im Schatten von bürgerlichen Widerstandskämpfern aus dem Umfeld der militärischen und konservativen Eliten um Stauffenberg. Das ist historisch nicht gerecht. Gerade seine Geschichte ist eine, die uns alle angeht, weil sie den Widerstand von unten, von Menschen aus dem Volk, zeigt. Der Parteirat erklärt: Wir als Die Linke wollen, dass dieser ungeheure damalige Mut von Elser in Deutschland sichtbarer wird - in unseren Bundesländern, Städten und Gemeinden. Wir wollen die Erinnerung an Georg Elser in uns tragen, um ihn in weiterer Folge auch nach außen tragen zu können, in Gesprächen, Debatten oder sonst wo. 

Deshalb bekräftigt der Parteirat der Partei Die Linke die hohe Bedeutung Georg Elsers und seines beispielgebenden Mutes und beschließt, dass sein Andenken mitten in unserer Gesellschaft stärker geehrt und aktiver gefördert werden muss. 

Wir fordern unsere Mitglieder und vor allem unsere parlamentarischen Akteur*innen auf allen Ebenen auf: Machen wir uns stark dafür, dass Georg Elser bekannter wird und sein Andenken einen festen Platz an möglichst vielen Orten bekommt.