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Janine Wissler & Susanne Hennig-Wellsow

DIE LINKE zum Weltgesundheitstag 2022

Anlässlich des Weltgesundheitstages 2022 erklärt Janine Wissler, Vorsitzende der Partei DIE LINKE:

Viele Studien belegen den Zusammenhang von Armut und Krankheit deutlich. Wer in diesem Land nur über ein geringes Einkommen verfügt, der hat noch immer mit größeren gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Auch das psychosoziale Wohlbefinden ist stark abhängig von der sozialen Absicherung jedes Einzelnen. Eine Frau mit geringem Einkommen stirbt 4,4 Jahre und ein armer Mann 8,6 Jahre früher als eine reiche Frau und ein reicher Mann.

Wiederum ist Krankheit hierzulande der dritthäufigste Grund für eine Verschuldung. Dies ist ein offensichtlicher Beleg für die grassierende Spaltung der Gesellschaft und macht die existierende Ungerechtigkeit deutlich.

Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen müssen so ausgestattet sein, dass sie allen Patienten ein funktionierendes Gesundheitssystem garantieren und dass die Gesundheit der Beschäftigten nicht zugunsten von Aktionären gefährdet wird.
 

Susanne Hennig-Wellsow, Vorsitzende der Partei DIE LINKE, erklärt dazu:

Deutschland will in den kommenden Jahren weniger Geld in den Globalen Fonds zur Bekämpfung von AIDS, Tuberkulose und Malaria einzahlen als bisher. Im aktuellen Haushalt sind nur noch 630 Millionen Euro eingeplant, für 2020 bis 2022 zahlte Deutschland einen Kernbeitrag von einer Milliarde Euro.

Das geht in die völlig falsche Richtung, trotz Corona weniger statt mehr Geld in die globale Gesundheit zu investieren. Stattdessen werden allein mit dem Sondervermögen Bundeswehr 100 Milliarden Euro in einem Fass ohne Boden versenkt. Geld für Bomben und Panzer statt für Ärzte und Medikamente. Das ist Rückschritt statt Fortschritt.

Der Globale Fonds zur Bekämpfung von AIDS, Tuberkulose und Malaria ist eines der bedeutendsten Mittel zur Finanzierung solcher Programme und konnte bisher in über 120 Ländern rund 44 Millionen Menschen­leben retten.

In den letzten 20 Jahren konnten weltweit große Erfolge bei der Bekämpfung von HIV/Aids, Tuberkulose und Malaria erzielt werden, die immer noch zu den häufigsten Todesursachen in ärmeren Ländern gehören. Wegen der Corona-Pandemie, Kriegen und Krisen gab es zudem Rückschläge bei der Bekämpfung dieser Infektionskrankheiten.

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