Feministisch-sozialistisch

Newsletter Frauen- und Genderpolitik

Dienstag, 10. August 2021

Liebe Leserinnen und Leser,

die Sommerferien neigen sich in vielen Teilen des Landes dem Ende zu, die Tage werden spürbar kürzer und kühler. Doch der Spätsommer hält dafür die heiße Wahlkampfphase bereit. Um Ihnen die Wahlentscheidung am 26. September zu erleichtern, hat die Zeitschrift „Emotion“ die Wahlprogramme aller Parteien unter feministischen Gesichtspunkten verglichen. Wenig verwunderlich: Die Linke hat für Frauen*am meisten zu bieten!

Das überzeugt Sie noch nicht, oder Sie brauchen  noch Diskussionshilfen für Gespräche mit Familien und Freunden? Unser Wahlprogramm „Zeit zu handeln: Für soziale Sicherheit, Frieden und Klimagerechtigkeit!“ gib es in vielen verschiedenen Ausführungen, lang oder kurz, als PDF online oder in gedruckter Form.

Nach über einem Jahr Pandemie heißt es für viele Kinder wieder: Zurück zum Präsenzunterricht. Doch kann und soll es wirklich wieder genauso laufen wie vor der Pandemie? Dieser und weiteren Fragen hat sich die BAG Bildungspolitik angenommen und veröffentlicht in zehn kurzen Videos linke Konzepte für eine gerechte Bildungspolitik.

Der Sommer wurde leider von einer sehr traurigen Nachricht überschattet. Am 10. Juli ist die Holocaust-Überlebende Esther Bejarano im Alter von 96 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit in ihrer Wahlheimat Hamburg gestorben. Wir werden Esther, die 2012 den Clara-Zetkin-Ehrenpreis für ihr Lebenswerk erhielt, schmerzlich vermissen und empfehlen den Film über ihr Leben "Die Stimme gegen das Vergessen".

Dieses Editorial möchten wir mit einem Aufruf beenden. Jedes Gespräch mit Freunden und Familie über linke feministische Politik, jedes Like und jeder geteilte Beitrag in den sozialen Medien hilft uns im Wahlkampf. Wenn Sie uns aktiv unterstützen möchten, zum Beispiel durch Plakate aufhängen oder an Infoständen, können Sie sich hier eintragen. Danke!

Eure Redaktion: Friederike Benda, Alicja Flisak, Claudia Gohde, Bettina Gutperl, Katharina Kirchhoff, Judith Daniel, Sara Roloff, Antje Schiwatschev, Nancy Staniullo, Bianca Theis, Julien Then, Vera Vordenbäumen, Kerstin Wolter, Julia Wiedemann

 
Aktuelles Aus der Partei Aus der Fraktion Lesenswert Filme Online Termine
 

Aktuelles

 

Kongress: „150 Jahre § 218 Strafgesetzbuch“

Vom 27.-28. August 2021 findet der Fachkongress "150 Jahre § 218 Strafgesetzbuch" online statt. Ziel ist es, die Kriminalisierung des Abbruchs einer ungewollten Schwangerschaft auf den Prüfstand zu stellen und alternative Regelungen zu diskutieren. Unsere besondere Empfehlung: Das Podium mit Cornelia Möhring (MdB, Die LINKE im Bundestag) und anderen Fraktionsvertrer*innen am Samstagnachmittag. Enden wird der Kongress danach mit einer Abschlusserklärung, in der es um die Frage geht: Wie können die reproduktiven Rechte von Frauen* in Deutschland endlich realisiert werden? 

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Wahlprogramme im Vergleich

Am 26. September findet die Bundestagswahl statt. Die Zeitschrift emotion hat die Wahlprogramme der sechs größten Parteien gelesen und geprüft, wie sie Feminismus und Frauenrechte unterstützen wollen (oder auch nicht). Für uns nicht überraschend: Die LINKE. hat für Frauen* am meisten zu bieten. 

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Freiwilligkeit bringt nichts: Juristinnenbund konzipiert Gleichstellungsgesetz für die Privatwirtschaft

Um eine breite gesellschaftliche und rechtspolitische Diskussion um ein Gleichstellungsgesetz endlich voranzutreiben, hat der Deutsche Juristinnenbund e.V. (djb), unter Leitung von Professorin Dr. Heide Pfarr, ein Gleichstellungsgesetz für die Privatwirtschaft erarbeitet. Ziel des Gesetzesvorschlags ist eine geschlechtergerechte Unternehmenskultur, die gleiche Verwirklichungschancen für alle Geschlechter garantiert. Dies ist Voraussetzung dafür, dass Frauen ihre Existenz eigenständig sichern und wirtschaftlich unabhängig leben können – mit oder ohne neben der Erwerbsarbeit zu erbringende unbezahlte Sorgearbeit. Der Gesetzesvorschlag des djb beschränkt sich nicht auf die Forderung nach mehr Frauen in Führungspositionen, wie sie, durchaus verständlich, die derzeitige rechtspolitische Diskussion bestimmt. Anspruch ist vielmehr, Regulierungen zu schaffen, die den Interessen von Frauen auf allen Arbeitsplätzen und in allen Beschäftigungsbereichen Rechnung tragen sollen.

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Fortschritt im Schneckentempo - Frauenanteil bei den Kandidaturen für die Wahl zum 20. Bundestag

Nach der Wahl zum 19. Bundestag 2017 war die Anzahl der weiblichen Abgeordneten auf den Stand von vor 20 Jahren gesunken. Neben der stark männlich dominierten AfD war der Rückgang auch den vergleichsweisen geringen Anteilen bei der FDP sowie bei CDU/CSU geschuldet. Ebenso waren in den Landesparlamenten, bis auf wenige Ausnahmen, Rückgänge zu verzeichnen.  Dies führte zur einer intensiven öffentlichen Debatte, wie die gleichberechtigte Teilhabe in den Parlamenten erreicht werden kann – rund 100 Jahre nach Einführung des Frauenwahlrechts in Deutschland.

Wird es im neuen Bundestag besser aussehen? Dies wird zum einen von den Nominierungen von Frauen auf (aussichtsreichen) Listenplätzen und in den Wahlkreisen abhängen, zum anderen davon, in welcher Stärke die jeweiligen Parteien, die sich in dieser Frage erheblich unterscheiden, in den Bundestag einziehen werden.

Die Europäische Akademie für Frauen in Politik und Wirtschaft (EAF) Berlin hat in den vergangenen Wochen kontinuierlich über die Frauen- bzw. Männeranteil bei den Kandidaturen für die Wahl zum 20. Bundestag berichtet. Untersucht wurden die sechs aktuell im Bundestag vertretenen Parteien mit ihren jeweiligen 16 Landeslisten sowie die Nominierungen für die 299 Direktwahlkreise.

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Feministische Herbstakademie 2021

Die Zeit der Pandemie ist voller Widersprüche: Gründe und Gelegenheiten für Verzweiflung, Überforderung und Erschöpfung boten und bieten sich uns allen reichlich. Dennoch und zur gleichen Zeit gelang so manches: gemeinsames Arbeiten, ohne im gleichen Raum zu sein; über Familiengrenzen hinaus geteilte Verantwortung für Kinder, Küche, Einkauf; Chorproben unter Brücken, Demonstrationen mit Abstand, Arbeits- und Wahlkämpfe in nie geprobten Formen. Also waren die vergangenen Monate auch reich an wie auch immer bruchstückhaften Erfahrungen dessen, was uns wichtig ist für ein gutes Leben – und was auch nicht.

Davon ausgehend, möchten wir diese Feministische Herbstakademie nutzen, uns zu erinnern, wer wir als Menschen sind, was wir sein und tun könnten. Zum Beispiel kollektiv agieren, Vereinzelung überwinden, gemeinsam zum Wohle aller handeln.

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Aus der Partei

 

Zeit zu handeln: Für soziale Sicherheit, Frieden und Klimagerechtigkeit!

Unser Kurzwahlprogramm bringt die wichtigsten Forderungen auf den Punktund gibt es hier.

Unser Langwahlprogramm gibt hier als PDF und für die Menschen, die noch was Handfestes brauchen, kann es hier in Papierform kostenfrei bestellt werden.

Auch gibt es unser Kurzwahlprogramm in Einfacher Sprache hier und unser Wahlprogramm in Leichter Sprache hier.

Hier finden Sie unser Kurzwahlprogramm in Gebärdensprache.

Viel Spaß beim Lesen, Verbreiten und Diskutieren!

Bei Rückfragen zum Wahlprogramm und unseren Konzepten erreichen Sie uns per Mail unter parteivorstand@die-linke.de, oder am Bürgertelefon unter der Nummer: 030/24009 999.

 

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Linke Konzepte zu einer gerechten Bildungspolitik

In vielen Bundesländern sind die Ferein bereits vorbei und die Schule startet wieder. Für viele Kinder ist es eine ganz besondere Situation, denn nach dem Homeschooling wieder in den "normalen" Schulalltag zu finden wird nicht einfach. Aber was ist denn der "normale" Schulalltag und wollen wir wirklich wieder dahin zurück?

Nein, sagt die BAG Bildungspolitik ganz deutlich und veröffentlicht zehn kurze Videos in der Reihe: 10 Fragen, 10 Antworten.

Bisher sind vier Videos online. 

In Folge 1 diskutiert Gesine Danneberg die Frage: Was darf Bildung eigentlich kosten?

In Folge 2 fragt Jan Korte: Was können wir unseren Kindern nach der Pandemie zurückgeben?

In  Folge 3 erklärt Anke Domscheit-Berg: Hat der Digitalpakt alle Probleme gelöst?

In Folge 4  befasst sich Kathrin Dannenberg mit der Frage: Wofür lernen wir in der Schule?

Eine Übersicht aller Videos der Reihe "10 Fragen, 10 Antworten" der BAG Bildungspolitik finden die hier.

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Aus der Fraktion

 

Die Legislatur geht zu Ende, die Wohnungskrise bleibt trauriger Alltag

Gerade für Alleinerziehende und von Gewalt betroffene Frauen ist zu teurer Wohnraum bedrohlich. Doch immernoch gibt es viel zu wenig bezahlbaren Wohnraum in Deutschland - vier Jahre große Koalition haben daran nichts verbessert. Unsere mietenpolitische Sprecherin, Caren Lay, berichtet: "Weil Sozialbindungen auslaufen, verschwindet rechnerisch alle 12 Minuten eine Sozialwohnung, mindestens 160.000 seit 2017. Doch neu gebaut wird meist im gehobenen Segment. Mehr als 13 Euro pro Quadratmeter nettokalt kostet eine Neubauwohnung in den Großstädten im Durchschnitt – unbezahlbar für die Mehrheit der Mieter:innen."

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Lesenswert

 

Meine ersten drei Leben

Ingeborg Rapoport ist bekannt als Kinderärztin der Berliner Charité, als Begründerin der Neugeborenmedizin in der DDR und als womöglich älteste Frau, der man einen Doktortitel verliehen hat. Die Anerkennung ihrer Promotion wurde der jungen Ärztin wegen ihrer jüdischen Wurzeln 1937 in Nazi-Deutschland verweigert. Im Jahr 2015 erkannte man der inzwischen 102-Jährigen den Titel nachträglich an. 1938 war sie in die Vereinigten Staaten geflohen, wo sie ihren späteren Mann Samuel Mitja Rapoport kennenlernte. Beide engagierten sich in der Kommunistischen Partei der USA. Wegen dieser politischen Aktivität von der McCarthy-Kampagne verfolgt, mussten sie neuerlich emigrieren. In der DDR fand Inge Rapoport ihre neue Heimat und an der Berliner Charité ihre Wirkstätte. Im Ruhestand resümiert die Wissenschaftlerin ihr Leben, erinnert an Wegbegleiter, rechnet ab mit Missständen in Politik und Gesellschaft – aber auch mit sich selbst. Sie lädt dazu ein, ihre Erfahrungen in der Deutschen Demokratischen Republik und den medizinischen Fortschritt der Pädiatrie nachzuvollziehen. Adressiert an ihren ungeborenen Nachfahren Joshua entsteht ein bewegendes Bild ihres Lebens zwischen Judenhass und politischer Verfolgung, ärztlichem Engagement und sozialistischen Idealen.

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Fräulein Gold: Die Stunde der Frauen

Schin der vierte Teil der spannenden Geschichte einer Hebamme im Berlin der 20er Jahre. 

Berlin, 1925. Hulda Gold ist in der Frauenklinik in Berlin-Mitte zur leitenden Hebamme aufgestiegen. Auch die zarten Bande zu dem jungen Arzt Johann Wenckow, der aus der wohlhabenden Villengegend Frohnau stammt, werden fester geknüpft. Doch Johanns Eltern sind nicht begeistert von der Verbindung ihres vielversprechenden Sohns mit der unabhängigen, starrsinnigen Hebamme. Hulda selbst fühlt sich zwischen den Welten zerrissen, in denen sie von nun an ein und aus geht: dem quirligen Viertel in Schöneberg, wo sie immer noch «Fräulein Hulda» ist, und der reichen Villenkolonie mit all ihren Ansprüchen und ihrer strengen Etikette.
Bei einem Ball im Dunstkreis der Wenckows stößt Hulda auf einen Skandal um ein schwangeres Dienstmädchen, hinter dem sich ein streng gehütetes Familiengeheimnis auftut. Ihre Nachforschungen führen sie in die Berliner Kunstwelt. Huldas Hartnäckigkeit, das Geheimnis zu lüften, erschüttert ihre Beziehung zu Johann. Sie versucht, die richtige Entscheidung zu treffen – als ihre Welt unversehens vollkommen auf den Kopf gestellt wird …

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Miss Island

Island. Der Sehnsuchtsort vieler Menschen die auf der Suche nach etwas Magie, unberührter Natur und Abenteuern sind. Umso spannender ist dieses literarische Werk der isländischen Schriftstellerin Audur Ava Ólafsdóttir, die uns eine ganz andere Seite Isalnds aufzeigt. 

Das Island der 60er Jahre nämlich.Es ist ein männlich dominiertes Island, in dem Frauen keine anderen Attribute zugesprochen werden, als die die sie äußerlich zur Schau tragen. In dieser Gesellschaft treffen wir auf eine junge ambitionierte Frau, die als Schriftstellerin berühmt werden möchte. Schnell merkt sie jedoch, dass das Interesse an einer weiblichen Schriftstellerin sehr gering ist. Wird sie ihre Träume  auf der Insel verwirklichen können?

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Filme

 

Esther Bejarano - Die Stimme gegen das Vergessen

Esther Bejarano war eine der letzten Zeitzeuginnen des Holocausts. Nun ist sie im Alter von 96 Jahren gestorben. In dieser NDR-Dokumentation führt sie uns mit Wortbeiträgen durch ihr bewegtes Leben. 

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Gott existiert, ihr Name ist Petrunya

Die 32-jährige Petrunya hat Geschichte studiert und lebt bei ihren Eltern in einer Kleinstadt in Mazedonien.  Und sie ist verzweifelt. Als Historikerin findet sie keinen Job. Als ihr der (männliche) Chef eines Unternehmens mitteilt, sie sei zu alt und zu hässlich und ihr Studium tauge nichts, reicht es ihr. Wutentbrannt macht sie sich auf den Weg nach hause und begegnet der jährlichen orthodoxen Dreikönigstags-Prozession. Traditionell wirft dabei der Priester ein gesegnetes Kreuz in den Fluss und die Männer des Dorfes tauchen danach. Dem Finder sind Glück, Freude und Wohlstand gewiss. Doch diesmal springt auch Petruyna, und taucht mit dem Kreuz in der Hand wieder auf. Das Patriarchat ist erschüttert. Und Petruyna verursacht größten Skandal in der Geschichte des Dorfes.

Nach einer wahren Begebenheit. Amüsant, traurig, tiefgründig.

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Online

 

Gyncast

Im Tagesspiegel Podcast "Gyncast" spricht die Chefärztin der Gynäkologie im Auguste-Viktoria Klinikum in Berlin, Dr. Mandy Mangler, über Gynäkologie und Frauengesundheit. Ob Beckenboden, Orgasmus oder Blasenentzündung, alle Themen werden fachfraulich aufbereitet und mit einer gehörigen Portion Humor in der "völlig unzensierten Sprechstunde" erklärt und besprochen. Spannend!

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Termine

 

17.08.2021, 18:30 - 22:00 Uhr, Vortrag/Diskussion »Wo steckt das "L" in der Frauenbewegung?«, mehr

19.08.2021, 19:30 - 21:30 Uhr, Vortrag/Diskussion »Queerer Aktivismus für Südkurdistan«, mehr

21.08.2021, 10:30 - 13:30 Uhr, Lesung/Gespräch »Lisa trifft Rosa. Lausitzer Frauen und der Strukturwandelprozess«, Straße der Pariser Kommune 8A, Berlin,mehr

31.08.2021, 20:00 - 22:00 Uhr, Film und Fachgespräch »NASRIN - Ein Film über die iranische Frauenrechtlerin Nasrin Sotoudeh«, Wallbaumweg 108, Bochum, mehr

03.09.2021, 18:00 - 05.09.2021, 15:00 Uhr, Tagung »Her mit dem Guten Leben für Alle«, W-3, Hamburg, mehr

 

 
 

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