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Feministisch-sozialistisch

Newsletter Frauen- und Genderpolitik

Dienstag, 01. Juni 2021

Foto: MARTIN HEINLEIN / Copyright (c) 1998 Hewlett-Packard Company

Liebe Leserinnen und Leser,

den 11. Clara-Zetkin-Preis mussten wir in diesem Jahr in einer Online Veranstaltung verleihen. Natürlich hat uns allen der Kontakt zu den vielen tollen Frauen aus den engagierten Projekten gefehlt, das gemeinsame Feiern und Tanzen. Die beindruckende Arbeit der vielen Feministischen Projekte ist während der Corona Pandemie vielfach noch notwendiger geworden und die diesjährigen Preisträgerinnen sind ein herausragendes Beispiel für feministischen Mut und Widerstand. Am 19. und 20. Juni 2021 wird unser zweiter Online-Parteitag über das Wahlprogramm der LINKEN zur Bundestagswahl im September entscheiden. Schon am 18. Juni treffen sich die weiblichen Parteitagsdelegierten online zum Frauenplenum. Angesichts sonnigerer Tage und sinkender Inzidenzen hoffen wir aber auf wieder mehr persönliche Begegnungen - auch im Wahlkampf. 

Bleibt gesund! 

Eure Redaktion: Friederike Benda, Alicja Flisak, Claudia Gohde, Bettina Gutperl, Katharina Kirchhoff, Lisa Mangold, Sara Roloff, Antje Schiwatschev, Nancy Staniullo, Bianca Theis, Julien Then, Vera Vordenbäumen, Kerstin Wolter, Julia Wiedemann

 
Aktuelles Aus der Partei Aus der Fraktion Internationales Lesenswert Filme Online

Aktuelles

Streikpraxis - Feminist*innen aus Bewegung und Gewerkschaft berichten

Der feministische Streik betrifft bezahlte wie unbezahlte Arbeiten von Frauen und Queers und stellt zur Debatte, inwiefern sie sich gegenseitig bedingen. Im feministischen Streik kommen so zwei Bereiche zusammen, die meist nur getrennt voneinander gedacht und getrennt voneinander organisiert werden. Feministisch Streiken birgt daher ein enormes Potenzial, aber auch Spannungen. Ein Streik am Universitätskrankenhaus Jena hat es vorgemacht, Interviews mit den beteiligten Akteur*innen zeichnen es nach.

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Corona-Krise: Wir brauchen einen Aufbruch zu mehr Geschlechtergerechtigkeit!

Die Corona-Krise zeigt deutlich, dass unbezahlte Sorgearbeit eine zentrale gesellschaftliche Ressource ist. Gleichzeitig trifft die Pandemie vor allem Frauen in vielerlei Hinsicht besonders hart: Erschöpfung, Burnout sowie Existenzängste durch berufliche und finanzielle Einbrüche – Druck und Mehrfachbelastung sind vor allem für Frauen in erheblichem Maße gestiegen.

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Christopher Street Day 2021

Schon seit Ende der 60er Jahre feiern Schwule und Lesben einmal jährlich auf der ganzen Welt die großen Paraden - die Christopher Street Days. Was als politische Demonstration begann, ist heute deutlich mehr als das. Aber leider sind auch 2021 die CSDs an vielen Orten von der Pandemie geprägt. Wo, wann und mit welchen Forderungen die LGBTIQ Community in diesem Jahr unterwegs sein wird findet sich hier.

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Aus der Partei

Clara-Zetkin-Frauenpreis 2021 geht an Dziewuchy Berlin

Der elfte Clara-Zetkin-Frauenpreis geht an die deutsch-polnische NGO Dziewuchy. Der Ehrenpreis für gesellschaftliches Engagement geht an die in der Türkei inhaftierte kurdische Politikerin Gültan Kışanak. Die Verleihung des von der Partei DIE LINKE ausgelobten Preises fand am 29. Mai im Rahmen des Festes der Linken statt. Jörg Schindler, Bundesgeschäftsführer der Partei DIE LINKE, erklärt:

Mit der Verleihung eines Frauenpreises wollen wir als Linke die Aufmerksamkeit und den Respekt für das eigensinnige und uneigennützige Engagement von Frauen in der Öffentlichkeit erhöhen.

Mit dem deutsch-polnischen Verein Dziewuchy hat sich die Jury für eine Organisation entschieden, die sich seit mehr als fünf Jahren verdient gemacht hat um Frauenrechte und feministische Zusammenarbeit über die Landesgrenze hinweg. Besondere Schwerpunkte waren der Einsatz gegen die restriktive Abtreibungspolitik der PIS in Polen und für die Abschaffung der Paragraphen 218 und 219a in Deutschland.

Der Ehrenpreis für gesellschaftliches Engagement geht an Gültan Kışanak, die ihren Einsatz für Frauenrechte derzeit in der Türkei mit Gefängnis bezahlt. 2014 wurde sie für die HDP als erste Frau zur Ko-Bürgermeisterin von Diyarbakir gewählt. 2016 wurde sie abgesetzt und inhaftiert. In der Anklage wurden die Einführung der genderparitätischen Doppelspitze und offizielle Dokumente der Stadtverwaltung, die ihre Arbeit für die Verbesserung der Situation von Frauen belegen, angeführt.

Die Preisträgerinnen 2021 sind Beispiele für den mutigen Einsatz von Frauen für ihre Rechte und für gleichwertige Lebensbedingungen. Wir wünscht Ihnen und auch allen anderen nominierten Organisationen und Personen weiterhin viel Kraft und Erfolg und viel Aufmerksamkeit und Unterstützung. Sie haben sie verdient.

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Digitales Frauenplenum des Wahlprogrammparteitag

Das Frauenplenum der 2. Tagung des 7. Parteitages wurde für Freitag, den 18. Juni 2021, 18 bis 20 Uhr, als Online-Veranstaltung einberufen. Mit Perspektive der Bundestagswahlen und des Beschlusses des Bundesparteitages zum Wahlprogramm wollen wir uns vor allem mit den feministischen Perspektiven auf Gesellschaft auseinandersetzen.

Anmeldung unter feministische.politik@die-linke.de, die Zugangsdaten werden kurz vorher verschickt.

Zoom oder nicht Zoom, das ist keine Frage! Eine Aufforderung des linken FrauenNetzWerkes NRW

Während der Corona Pandemie konnten viele nur digital arbeiten, Treffen mehrerer Personen waren lange Zeit nicht möglich. Die Hygieneverordnungen haben sich auch auf die Arbeit und die Kommunikation in der LINKEN ausgewirkt. Büros mussten für den Publikumsverkehr geschlossen werden, Präsenztreffen wurden abgesagt, Veranstaltungen fielen Anfangs oft aus. Aber DIE LINKE hat sich sehr schnell online organisiert und heute ist es für alle selbstverständlich, sich digital auszutauschen. Die Frauen des linken FrauenNetzWerkes NRW finden, dass die anfangs sicherlich gezwungenermaßen genutzte online Kommunikation nicht nur Nachteile hat. Für viele Frauen haben die Videokonferenzen - und Onlinemeetings auch Teilhabechancen eröffnet. Das Netzwerk stellt daher die Frage, ob wir diese Chancen der Digitalen Kommunikation nicht auch über die Pandemie hinaus nutzen wollen und hat einen Diskussionvorschlag unterbreitet. hier

Aus der Fraktion

Broschüre: Für das Leben!

Um erfolgreiche feministische Kämpfe, eine LINKE Vision von reproduktiver Gerechtigkeit und bremsende Kompromisse geht es in der aktuellen Broschüre der Linksfraktion. „Die Rufe von uns Feminist*innen werden über die Jahrzehnte nicht schwächer, sondern stärker: Wir fordern die Legalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen und reproduktive Gerechtigkeit für alle!“, Cornelia Möhring, Frauenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag. Die Broschüre kann über frauenpolitik@linksfraktion.de kostenfrei bestellt werden. Mit Illustrationen von Lena Deser.

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TSG abschaffen, Menschenrechtsverletzungen an queeren Menschen entschädigen!

„Das TSG steht für jahrzehntelanges Leid“, Doris Achelwilm, Queer- und Gleichstellungspolitische Sprecherin der Fraktion, fand deutliche Worte in der Debatte um neue Selbstbestimmungsgesetze. DIE LINKE setzt sich seit vielen Jahren klar für die Abschaffung des pathologisierenden und entmündigenden ‚Transsexuellengesetzes‘ (TSG) ein.

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Zum Internationalen Hurentag am 2. Juni

„Sexarbeiter*innen brauchen Rechte, Akzeptanz und soziale Sicherung. (…) Wir fordern ein Ende der Stigmatisierung. Es muss einen Anspruch auf Sozialleistungen geben und einen Ausbau der Beratungsstrukturen.“ Dies fordert die Frauenpolitische Sprecherin der Fraktion, Cornelia Möhring, anlässlich des Internationalen Hurentags am 2. Juni.

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Öffentliche Anhörung: Cyberstalking

Ein Gesetzentwurf zur effektiven Erfassung und Verfolgung von Stalking war Thema einer öffentlichen Anhörung im Rechtsausschuss. Mehrheitlich sind Frauen von dieser Gewalt betroffen, die zunehmend digital stattfindet. Daher sind Anpassungen im Strafgesetz notwendig. Aus feministischer Sicht greift der Entwurf allerdings zu kurz. Der Opferschutz – z.B. in Form einer Anpassung des Gewaltschutzgesetzes oder der kostenlosen Beiordnung der psychosozialen Prozessbegleitung – soll nicht verbessert werden. Patriarchale Strukturen bleiben unangetastet.

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Internationales

Vom alltäglichen Leben ausgehend die Strukturen verändern - Bildungsprozesse als Teil einer feministischen Revolte

Bevor Corona unsere Protestformen auf den Kopf gestellt hat, erreichten uns immer wieder unglaubliche Bilder aus Lateinamerika, wo in den vergangenen Jahren Hundertausende für feministische Anliegen auf die Straße gegangen sind. Das feministische Kollektiv Minervas aus Uruguay hat in diesem Kontext Formate und Materialien für die politische Bildung neuer Aktivist*innen ebenso wie für Multiplikator*innen in anderen Organisationen entwickelt und durchgeführt. In kurzen Videos und längeren Texten berichten sie von ihrer Erfahrung.

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Lesenswert

Eine feministische Lesart ökonomischer Gewalt

Wie können wir den Zusammenhang zwischen Ökonomie und Gewalt denken und verstehen? Aus einer Perspektive von feministischen Strömungen des Globalen Südens ist Gewalt keine isolierte Tatsache, sondern ein globales Phänomen, das in einer Allianz zwischen Kapitalismus, Patriarchat und Kolonialismus verankert ist. In diesen theoretischen wie praktischen Ansatz führt eine neue Broschüre ein.

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Lucia Clara Rocktäschel: Richtig gendern für Dummies

Friedrich Merz, die CDU Hamburg, diverse Kommunalfraktionen von CDU, FDP, Freien Wählern und jede Menge weitere Maskulinisten wollen Behörden die Verwendung geschlechtergerechter Sprache verbieten. Auch uns erreichen zunehmend Mails ("Linke müssen eine Sprache sprechen, die jeder versteht. Also ohne viel kompliziertes Zeug, ganz gleich ob es die lästigen Dopplungen (Bürgerinnen und Bürger) oder Gendersternchen, -unterstriche, -doppelpunkte usw. sind.") mit der Aufforderung, dieses Gendern doch zu lassen. Natürlich werden wir weiter gendern, denn "Macht das Land gerecht" geht nur mit der ganzen Gesellschaft!   

Allen, die ebenfalls Menschen aller Geschlechter gleichermaßen ansprechen möchten, aber nicht wissen , wie das am besten funktioniert sei dieses Buch empfohlen. Lucia Clara Rocktäschel stellt in ihrem Buch sechs Arten zu gendern vor: von der Paarform über den Gender-Gap bis hin zu unauffälligeren Varianten wie neutralen Formulierungen oder dem Prinzip der Rollenverteilung.

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Sophie Passmann: Komplett Gänsehaut

Nach ihrem vieldiskutierten Bestseller »Alte, weiße Männer« entlarvt Sophie Passmann in ihrem neuen Werk den unerträglichen Habitus einer Bürgerlichkeit, durch die sie selbst geprägt wurde. Passmann lässt sich keine Zeit für einen Einstieg. Es geht direkt los. Sie ist siebenundzwanzig, zu früh zum Sterben, wie sie meint und es ist an der Zeit ihr Leben und ihr Umfeld zu analysieren. Dabei wird ausgeteilt, gegen Nazis, Bücherregale und vor allem auch sich selbst. 

Das Hörbuch hat Passmann  selbst eingesprochen und sie kann nicht nur schreiben, sondern auch sprechen. Es wirkt als würde man einem sehr langen, teilweise verwirrenden Monolog lauschen. Über Klischees, Sex und den Unsinn oder Sinn des Plattensammelns. Stereotypen werden bestätigt, in Einzelteile zerlegt und mit Selbstkritik geht die Autorin nicht sparsam um. Der Humor ist fein, teilweise fast schon arrogant und man hat das Gefühl, manchmal an den falschen Stellen zu lachen. Sophie Passmann teilt aus gegen alle, am verheerendsten aber gegen sich selbst und ihresgleichen. Zornig und böse, sanft und lustig zugleich zieht sie uns mit rein ins tiefe Tal der bürgerlichen Langeweile im westdeutschen Mittelstand. Erschienen bei Kiepenheuer&Witsch.

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Filme

Women

"Woman" ist mehr als ein Film. Es ist ein weltweites Projekt und verleiht zweitausend Frauen aus fünfzig Ländern eine Stimme. Dabei thematisiert der Film auch Grausamkeiten, die weltweit gegen Frauen begangen werden – und macht dennoch Mut.

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Achtung Lebensgefahr! LGBT in Tschetschenien

Der investigative Dokumentarfilm begleitet unerschrockene AktivistInnen, die im Kampf gegen die andauernde Anti-LGBTQ-Verfolgungswelle in der russischen Teilrepublik Tschetschenien ihr Leben riskieren. Durch uneingeschränkte Einblicke und unter Wahrung der Anonymität der Beteiligten berichtet der Film von Grausamkeiten, die medial kaum Beachtung finden. Der Film kann bis zum 17.Juli in der ARTE Mediathek geschuat werden.

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Online

6. Juni 2021, 17:00 - 19:00 Uhr, Vortrag/Diskussion » Geschichte machen? Rosa Luxemburg und die Revolution«, mehr

7. bis 11. Juni 2021, 10:00 Uhr, Workshop/Bildungsurlaub »Von unseren eigenen Geschichten ausgehen: Politik und Alltag!«, mehr

9. Juni 2021, 19:00 - 21:00 Uhr, Vortrag/Diskussion »Aneignung des Feminismus – Zerfall des revolutionären Potenzials«, mehr

9. Juni 2021, 19:30 - 21:00 Uhr, Vortrag/Diskussion »Gender, body politics and protest: a transnational feminist perspective«, mehr

10. Juni 2021, 18:00 - 20:00 Uhr, Lesung/Gespräch »Clara Zetkin und das Wahlrecht für Frauen«, mehr

10. Juni 2021, 19.00 - 21.00 Uhr, Vortrag/Diskussion »Mein Bauch gehört mir«, mehr

10. Juni 2021, 20:00 - 22:00 Uhr, Vortrag/Diskussion »Meredith Monk - Körpergedächtnis und Vokalperformance statt schriftfixierter Werkpartitur«, mehr

12. Juni 2021, 14:00 - 18:00 Uhr, Seminar »Zusammen lesen: Nancy Fraser«, mehr

14. Juni 2021, 19:00 - 21:00 Uhr, Vortrag/Diskussion »‘Marea Verde‘. Feministische Bewegungen und (der Kampf um) die Legalisierung der Abtreibung in Argentinien«, mehr

17. Juni 2021, 19:00 - 21:00 Uhr, Vortrag/Diskussion »Zu den Frauenprotesten in Polen - im Kampf gegen das Abtreibungsverbot«, mehr

20. Juni 2021,  15:30 - 17:30 Uhr, Seminar »Fl(t)i*ttchen_lesen - der feministische Lesekreis«, mehr

22. Juni 2021, 19:00 - 20:30 Uhr, Vortrag/Diskussion, »Widerstand ist weiblich*: Kämpfe um Frauen- und LGBTIQ*-Rechte in der Türkei«, mehr

23. Juni 2021, 11:00 - 13:00 Uhr,  Vortrag/Diskussion, »Emanzipiert und stark – Frauen aus der DDR«, mehr

23. Juni 2021, 18:00 - 20:00 Uhr, Vortrag/Diskussion, »Zwischen Pathologisierung und Emanzipation - Was heißt es (im deutschen Gesundheitssystem) trans* zu sein«, mehr

23. Juni 2021, 19:00 - 21:00 Uhr, Vortrag/Diskussion, »Lernen aus der Geschichte – Notwendigkeit des Klassenstandpunkts im Feminismus«, mehr

24. - 26. Juni 2021, 12:00-20:00Uhr, Ausstellung/Kultur, »FutureLovers - Erstes Queer-Festival 2021 am Schauspiel Dortmund«,mehr

29. Juni 2021, 19:00 - 20:30 Uhr, Diskussion, »Schwangerschaftsabbrüche und reproduktive Gerechtigkeit – Perspektiven auf Selbstbestimmung«, mehr

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