Katja Kipping

Amazon-Verteilerzentrum HAM2 nach Coronaausbruch notfalls schließen

Zum fahrlässigen Gesundheitsschutz Amazons in der Coronakrise, insbesondere im Verteilerzentrum ‚HAM2' in Winsen an der Luhe, sagt Katja Kipping, Vorsitzende der Partei DIE LINKE:

Shame on you, Amazon. Der Konzern Amazon ist schon vor der Coronakrise durch besonders schlechte Behandlung und üble Ausbeutung seiner Beschäftigten aufgefallen. Der Coronaausbruch in einem seiner Verteilerzentren ist allerdings ein neuer Tiefpunkt.

Der absoluten Krisengewinner Amazon legte in puncto Unverantwortlichkeit noch eine Schippe drauf und vernachlässigte den Gesundheitsschutz seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Da Läden geschlossen waren und viele Menschen aus Sicherheitsgründen lieber online ihre Einkäufe erledigt haben, kann Amazon seit Wochen Rekordumsätze verzeichnen. Amazon Boss Jeff Bezos hat an der Krise rund 23 Mrd. Dollar Gewinn gemacht. Der Coronaausbruch zeigt deutlich: Es sind Profite auf Kosten der Gesundheit der Beschäftigen.

Diese grobe Vernachlässigung muss Konsequenzen für den Krisengewinner Amazon haben. Die Bundesregierung, konkret Wirtschaftsminister Altmaier, muss jetzt handeln. Frankreich hat fahrlässig organisierte Verteilerzentren geschlossen, das muss auch hier geprüft werden.​