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Köln

Streetworker müssen in sozialen Brennpunkten verankert sein - DIE LINKE. Köln will neues Konzept statt „Feuerwehrtruppe"

Die Anbindung an einen Sozialraum gehört zu den fachlichen Standards, die der Berufsverband Bundesarbeitsgemeinschaft Streetwork / Mobile Jugendarbeit e. V. als qualitative Mindestanforderungen definiert.

Das aktuelle Konzept, die Streetworker/innen immer dort hinzuschicken, wo es gerade Probleme mit Jugendlichen gibt, überzeugt Franco Clemens nicht: „Eine kurzfristige Intervention löst die Probleme nicht, sondern verlagert sie. Bei Großevents wie Sylvester oder Karneval wären auch sozialräumlich arbeitende Streetworker für 'Feuerwehreinsätze' abrufbar. Aber im Alltag müssen sie kontinuierlich arbeiten können, um erfolgreich zu sein."

Dazu erklärt Heiner Kockerbeck, bildungspolitischer Sprecher der Kölner Ratsfraktion: „Köln braucht eher 14-15 zusätzliche Streetworker, um die sozialen Brennpunkte im Stadtgebiet abzudecken, nicht nur sechs. Da wurde leider wieder am falschen Ende gespart. Und die Stadt braucht ein Konzept für Streetwork, das gemeinsam von Verwaltung und von Sozialarbeitern mit Erfahrung in Brennpunktvierteln ausgearbeitet wurde."

Franco Clemens und Heiner Kockerbeck sind sich einig: „Im Gegensatz zur geplanten Verschärfung der Stadtordnung würde diese Investition die Sicherheit im öffentlich Raum tatsächlich erhöhen."

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