Köln

Köln lässt Radfahrer links liegen - DIE LINKE fordert radikale Verkehrswende

Köln wird von Radfahrern und Radfahrerinnen nur mit 4 minus benotet – das ergab der jährliche Fahrradklimatest des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs ADFC. Diese Note reichte gerade zu einem drittletzten Platz unter den deutschen Städten mit über 200.000 Einwohnern, obwohl in der Rheinmetropole bereits 15 % aller Verkehre mit dem Rad abgewickelt werden.

 

Das ist für den Fraktionsgeschäftsführer der LINKEN, Michael Weisenstein, nicht hinnehmbar: „Ein vernünftiges Radwegekonzept lässt sich in der autogerechten Stadt nicht realisieren. Köln braucht eine radikale Verkehrswende. Die jahrzehntelange Privilegierung des Autos muss ein Ende haben, die Verkehrsflächen müssen gerechter verteilt werden. DIE LINKE will überdimensionierte Autostraßen zurückbauen und Autoparkflächen am Straßenrand zu Gunsten von Radlern und Fußgängern umwandeln. Das betrifft beispielsweise die Ringe, die Nord-Süd-Fahrt, die Innere Kanalstraße oder den Clevischen Ring.“

2025 sollen zwei Drittel aller Wege mit dem Fahrrad, Bussen und Bahnen oder zu Fuß bewältigt werden, so der Leitgedanke im städtischen Mobilitätskonzept „Köln mobil 2025“. Um dieses selbstgesteckte Ziel Kölns zu erreichen, hält Michael Weisenstein auch den Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs für absolut notwendig: „Die wichtigsten Projekte sind zunächst der Ausbau der Linie 13 bis zum Rheinufer und rechtsrheinisch eine oberirdische Stadtbahn, die Mülheim, Kalk und Porz verbindet.

Aber der öffentliche Nahverkehr soll nicht nur von guter Qualität sein. Fahrten mit der KVB müssen sich auch alle leisten können. Deswegen will DIE LINKE ihn langfristig über eine sozial gestaffelte Nahverkehrsumlage finanzieren. Alle Kölnerinnen und Kölner würden fahrscheinlos fahren können, so viel sie möchten und dafür pauschal nicht mehr als 30 Euro im Monat bezahlen. Menschen mit geringem Einkommen zahlen entsprechend weniger, Industrie und Handel müssen auch einen Beitrag leisten. Eine Befragung während des Kommunalwahlkampfes 2014 ergab, dass eine Mehrheit der Kölnerinnen und Kölner diese Forderung der LINKEN befürwortet.“

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