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Köln

Entscheidung des Bundes kostet Kölner Bühnen 250.000 Euro - Neuordnung der Funkfrequenzen macht Tontechnik unbrauchbar

Aufgrund der Versteigerung von Funkfrequenzen in 2010 können die bisherigen Mikroport-Anlagen der städtischen Bühnen nicht weiter genutzt werden. Der Ersatz der 55 Anlagen wird die Bühnen 220.000 bis 250.000 Euro kosten. Mit einer Entschädigung ist dabei nicht zu rechnen. Das bestätigte die Kölner Verwaltung auf eine Anfrage der LINKEN zum Betriebsausschuss Bühnen. Monika Ruiten, parteilos und für DIE LINKE im Kulturausschuss, hierzu: „Der Kölner Kulturhaushalt muss mit der Sanierung der Bühnen ein gewaltiges Projekt stemmen. Dass durch die Bundesregierung nun die Tontechnik unbrauchbar gemacht wird ist ein zusätzlicher Schlag ins Kontor.“

Monika Ruiten steht unter dem Namen Monika Blankenberg selbst mit einem Kabarettprogramm auf der Bühne und weiß aus eigener Erfahrung von den Auswirkungen der Frequenzversteigerung. Ruiten weiter: „Die Freie Szene sitzt hier mit den städtischen Bühnen im selben Boot. Für einen Solokünstler kostet ein neues Funkmikrophon schnell achthundert Euro.“

Die Bundesregierung hatte in 2010 durch die Versteigerung der Funkfrequenzen 4,384 Mrd. Euro eingenommen. Die Kriterien, nach denen sie öffentliche Bühnen und die Freie Kulturszene entschädigt, sind jedoch so eng gefasst, dass nur ein Bruchteil der Geräte ersetzt wird.

Jörg Detjen, Fraktionssprecher der LINKEN hierzu: „Der Bund schöpft gewaltige Gewinne ab, lässt aber die Kommunen auf den Kosten sitzen. Damit wird die systematische Unterfinanzierung der Kommunen um einen weiteren Posten verlängert.“

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