Essen

Bundesverkehrswegeplan 2030: Dicke Luft für Essen Linke unterstützt Kritik der Initiative „A52 war gestern“

Die Ratsfraktion DIE LINKE unterstützt ausdrücklich die Kritik der Initiative „A 52 war gestern“ am neuen Bundesverkehrswegeplan, der unter anderem den Ausbau der B224 zur A 52 zwischen Gladbeck und dem Essener Norden als „vorrangigen Bedarf“ einstuft. Außerdem enthält der Plan des Weiteren wieder die Durchstreckung der A52 quer durch Essen und den Ruhralleetunnel.

„Wir halten ein Festhalten am A52-Ausbau für Verkehrspolitik aus der Betonsteinzeit“, so Wolfgang Freye, für DIE LINKE im Planungsausschuss. „Ein Ausbau nördlich von Essen würde zu einer er-höhten Verkehrsbelastung im Essener Norden führen und die Probleme mit Lärm- und vor allem Schadstoffbelastungen, mit denen wir jetzt schon zu kämpfen haben, verstärken. Durch die Auf-rechterhaltung des Ausbaus der A52 durch Essen bleibt die jahrzehntelange Planungsblockade für  die dafür vorgehaltenen Flächen im Essener Norden weiterhin bestehen, so dass diese nicht für wichtige städtebauliche Entwicklungen berücksichtigt werden können.“
Für begrüßenswert hält die Ratsfraktion DIE LINKE die Absicht, den RRX zwischen Dortmund und Köln endlich auszubauen und die Aussagen des Bundesverkehrswegeplans zu Radschnellwegen. Allerdings spielt der öffentliche Nahverkehr eine untergeordnete Rolle im Plan und für den Rad-schnellweg Ruhr (RS1) gibt es keine Finanzierungszusage. Damit bleibt es erstmal nur ein  Lippen-bekenntnis.  Ebenfalls  für falsch hält es DIE LINKE allerdings, den sechsspurigen Ausbau der A40 zwischen Essen-Frohnhausen und Duisburg-Kaiserberg als vorrangig einzustufen, ohne auch den Abschnitt zwischen Essen-Ost und Essen-Frohnhausen, der einen Deckel für die U-18 vorsieht, ebenfalls so einzustufen.


„Ohne den sechsspurigen Ausbau der A40 im Essener-Westen sind Staus auf dieser Strecke vor-programmiert, da hier ein Nadelöhr geschaffen wird. Der mit einem Ausbau verbundene Deckel würde die Lärm- und Schadstoffbelastung spürbar senken und gleichzeitig neue Möglichkeiten für die Stadtteilentwicklung eröffnen“, so Wolfgang Freye abschließend.

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